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Neurodermitis bei Erwachsenen

Bei Erwachsenen tritt Neurodermitis in den verschiedensten Erscheinungsformen auf und wird von den Betroffenen sehr unterschiedlich wahrgenommen. In der Tat leben einige sehr gut mit ihren Ekzemen, sie gewöhnen sich im Laufe der Zeit mehr oder weniger daran. Für andere ist Neurodermitis eine echte Plage, eine Belastung, die sie gerne vermieden hätten.

Atopisches Ekzem

Einige Erwachsene leiden unter einem atopischen Ekzem. Häufig ist die Erkrankung bereits in der Kindheit aufgetreten und bleibt bestehen oder tritt im Erwachsenenalter nach Jahren der Remission (Heilung) erneut auf. In einigen Fällen tritt sie zum ersten Mal im Erwachsenenalter auf. Die Hauptbereiche, die von Ekzemflecken betroffen sind, sind Gesicht, Hals, Hände und Falten. Der Befall ist teilweise flächendeckender (schweres Neurodermitis). Trockene Haut und Juckreiz sind oft intensiv.

Kontaktekzem

Das Kontaktekzem ist eine andere Art von Ekzemen, die Erwachsene betreffen können, insbesondere in ihrem beruflichen Umfeld. Dies kann zu beruflichen Umorientierungen und Versetzungen führen, die den Betroffenen stark zu schaffen machen können. 

Hand-Ekzem

Handekzeme bei Erwachsenen können eine Ausprägung eines atopischen Ekzems und/oder eines Kontaktekzems sein. Sie werden verursacht und/oder verschlimmert durch allergische oder reizende Phänomene: Kontakt mit Reinigungsmitteln oder Seifen, Feuchtigkeit, Aufweichen, Kälte, Reiben, Kratzen, Hautrisse ... Man spricht von chronischen Handekzemen, da sich die Erkrankung durch Schübe mit Phasen der Remission (Heilung) ausdrückt. 

In jedem Fall ist Neurodermitis im Erwachsenenalter sehr belastend. Bei Erwachsenen ist die Sichtbarkeit und das Auftreten von Läsionen sehr problematisch: Der vom Neurodermitis betroffene Erwachsene verliert häufig das Selbstvertrauen und hat Schwierigkeiten in seinen beruflichen, freundschaftlichen und intimen Beziehungen. Sie sollten nicht zögern, Hilfe von Verwandten oder Gesundheitsexperten einzuholen. Außerdem können Verbände wie der Bundesverband Neurodermitis weiterhelfen. Ein Austausch mit anderen Leidensgenossen führt häufig dazu, dass man sich besser und nicht mehr so allein fühlt.