Wie hilft Seife bei Akne?

Wenn es um unreine Haut und Akne geht, hält sich ein Mythos bis heute besonders hartnäckig: Fettige Haut, Pickel, Mitesser und Akne sind ausschließlich auf schlechte Hygiene zurückführen. Doch das ist falsch! Für Akne gibt es diverse Ursachen, mangelhafte Körperpflege spielt da nur eine untergeordnete Rolle. Problematischer ist eher die falsche Hygiene. Denn von Akne betroffene Menschen müssen ihre Hygieneroutine an die gebeutelte und empfindliche Haut anpassen, um die Wirksamkeit und Verträglichkeit von medikamentösen Behandlungen und speziellen Pflegeprodukten nicht zu beeinträchtigen. Daher ist die Wahl der Akne-Seife entscheidend und muss sorgfältig getroffen werden.

WELCHE SEIFEN UND STOFFE KÖNNEN AKNE FÖRDERN?

Akne-geplagte Menschen haben oftmals sehr empfindliche Haut, die noch anfälliger gegenüber äußeren Einflüssen ist. Besondere Vorsicht gilt daher für industriell gefertigte Seifen, die es oft in Supermärkten und Drogerien gibt. Sie enthalten oftmals chemischen Zusätze, welche die natürliche Schutzbarriere der Haut angreifen und die Haut austrocknen können. Dadurch wird die Haut noch reizbarer und fragiler gegenüber äußeren Einflüssen.

Darüber hinaus haben viele industriell gefertigte Seifen einen zu hohen pH-Wert (zwischen 7 und 10) und sind daher fürs Gesicht grundsätzlich ungeeignet. Besser sind Seifen mit einem pH-Wert zwischen 5 und 5,5, denn das entspricht dem natürlichen pH-Wert der Haut. Gerät der pH-Wert der Haut aus dem Gleichgewicht, wird die natürliche Hautschutzbarriere geschädigt. Die Folge: die Hautoberfläche wird anfälliger für Reizungen und Rötungen, trockene Flecken oder auch übermäßige Fettigkeit – und bildet damit den perfekten Nährboden für Pickel, Mitesser und Akne.

Im Kampf gegen Akne werden oftmals auch eine Reihe von Naturseifen besonders angepriesen. Doch der Begriff „natürliche Seife“ ist weit gefasst, bezüglich der Inhaltsstoffe gibt es laxe gesetzliche Vorgaben. Auch ist nicht automatisch jeder natürliche Inhaltsstoff gut verträglich mit einer von Pickeln, Mitessern und Akne geplagter Haut. Entscheidend ist daher der Mix der Inhaltsstoffe, aber vor allem, auf welcher die Seife basiert: Häufig genutzte Stoffe wie Olivenöl (Olea Europaea Fruit Oil), Palmöl (Sodium Palmate) oder Rindertalg (Sodium Tallowate) wirken komedogen, also poren-verstopfend. Sie sind für akne-anfällige Haut eher ungeeignet, weil sie Hautunreinheiten fördern und den Erfolg medizinischer Therapien schwächen können. Werfen Sie daher einen Blick auf die Zusammensetzung eines Produktes, die auf der Rückseite abgebildet werden. Diverse Smartphone-Apps helfen Ihnen dabei, die kompliziert klingenden Rohstoffbezeichnungen in kosmetischen Produkten zu verstehen.

Eher ungeeignet ist zum Beispiel die Aleppo-Seife. Der Seife mit syrischem Ursprung wird nachgesagt, entzündungshemmend zu wirken und damit Pickel und Mitesser zu reduzieren. Meist ohne künstliche Zusatzstoffe, ist Aleppo-Seife regelmäßig auf Basis von Olivenöl und kann damit komedogen wirken. Das oftmals enthaltene Lorbeeröl kann empfindliche Haut reizen. Gute Aleppo-Seifen enthalten Shea-Butter, die wiederum nicht-komedogen ist und Feuchtigkeit spendet. Achten Sie daher auf die Zusammensetzung der Aleppo-Seife.

Schwarze Seife, wegen ihrer Vielseitigkeit auch „das schwarze Gold aus Afrika“ genannt, soll ein Wundermittel gegen Hautunreinheiten und trockene Haut sein. Sie hemmt die Ölproduktion und reduziert das Bakterienwachstum. Doch die Basis von schwarzer Seife ist oftmals komedogenes Palmöl. Hochwertige schwarze Seifen enthalten mehr hautpflegende und feuchtigkeitsspendende Shea-Butter.

Eine weitere beliebte Empfehlung gegen Akne ist Kernseife. Die kommt in der Regel ohne Zusätze, Duft- oder Farbstoffe aus. Kernseife eignet sich aber nicht für jeden Hauttypen, weil sie einerseits die Haut stark austrocknen kann, andererseits einen pH-Wert von 7 vorweist. Daher wird Kernseife nicht fürs Gesicht oder sehr empfindliche Haut empfohlen.

WELCHE SEIFEN HELFEN GEGEN AKNE?

Tatsächlich ist die beste Seifen-Taktik gegen Akne, bei der täglichen Hygiene und Hautpflege auf Seife zu verzichten. Oder zumindest Mittel, die keine echten Seifenmoleküle enthalten, da diese den Hydrolipidfilm der Hautoberfläche zerstören und somit die Haut austrocknen können. Die Haut reagiert darauf mit einer erhöhten Talgproduktion, was wiederum die Hautporen schneller verstopfen und Akne verschlimmern kann.

Generell sollten Sie darauf achten, dass Ihr gewähltes Pflegemittel keine Parfüm- oder Duftstoffe, komedogenen Inhaltsstoffe oder hautschädigende Alkohole sowie Desinfektionsmittel enthält. Stattdessen sollten sie einen niedrigen pH-Wert von maximal 5,5 vorweisen und dermatologisch geprüfte Inhaltsstoffe wie Zink, Panthenol oder Aloe Vera enthalten. Das Spurenelement Zink stärkt u.a. das Immunsystem, drosselt die Talgproduktion und kann die Hauterneuerung sowie Wundheilung ankurbeln – ähnlich wie Aloe Vera. Auch Panthenol erhöht die Hautfeuchtigkeit, stimuliert die Zellneubildung und fördert die Wundheilung.

Für den täglichen Gebrauch ist ein flüssiges Reinigungsgel als Seifenersatz am praktischsten. Hier gibt es zum Beispiel das KERACNYL Waschgel von Ducray, was die Haut sanft reinigt und von Akne-Bakterien befreit. Es gibt auch andere Akne-Seifen wie dermatologisch getestete Seifenstücke, die seifenfrei und nicht komedogen sind. Auch mizellares Wasser kann bei durch Akne geschädigter Haut helfen, weil es die Haut sanft und tiefenwirksam reinigt. Mizellenwasser hydratisiert die Hautoberfläche und entfernt überschüssigen Talg, ohne dabei empfindliche Haut allzu sehr zu strapazieren. Mizellenwasser gibt es in unterschiedlicher Zusammensetzung für empfindliche, trockene sowie zu Akne und fettiger Haut neigende Haut.

WIE BENUTZT MAN ANTI-PICKEL-SEIFE?

Anti-Akne-Seifen werden morgens und abends im Gesicht angewendet. Schließlich produziert die Haut auch über Nacht Talg. Für andere betroffene Bereiche wie den Rücken reicht eine tägliche Anwendung mit Akne-Seife aus. Wie bei jeder Behandlungsmethode gegen Akne gilt auch hier: Zu viel Akne-Seife erhöht nicht die Wirksamkeit, sondern kann mitunter sogar Hautreizungen verursachen.

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