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Diffuser Haarausfall auf dem gesamten Kopf

Lichtet sich das Haar auf der Kopfhaut gleichmäßig, können verschiedene Ursachen verantwortlich sein. Was steckt hinter diffusem Haarausfall?

Was ist diffuser Haarausfall und wie sind die Symptome?

Jeder Mensch verliert auf natürlichem Wege täglich bis zu 100 Haare. Erhöht sich diese Anzahl und wird der gesamte Haarschopf von Zeit zu Zeit immer dünner, liegt mit großer Wahrscheinlichkeit ein diffuser Haarausfall vor. Im Unterschied zu kreisrundem Haarausfall ist die diffuse Alopezie (Fachbegriff für Haarausfall) durch einen gleichmäßigen Haarverlust auf dem kompletten Kopf gekennzeichnet. Es entstehen keine einzelnen kahlen Stellen. Diffuser Haarverlust trifft Männer und Frauen aller Altersklassen gleichermaßen. Allerdings sind vermehrt Frauen betroffen. 

Bemerkt wird der Haarverlust durch die Betroffenen oftmals erst 2 bis 4 Monate nach dem verursachenden Ereignis. Das hängt mit dem Haarzyklus zusammen, der sich natürlicherweise in 3 Phasen aufbaut. Jedes einzelne Haar durchläuft diesen Kreislauf, in dem es wächst, ausfällt und wieder wächst – über Jahre hinweg.


Die Phasen des Haarzykluses:

  1. Wachstumsphase (Anagenphase): 2 bis 6 Jahre

  2. Übergangsphase (Katagenphase): 2 Wochen

  3. Ruhe- bzw. Ausfallphase (Telogenphase): 2 bis 4 Monate


Das telogene Effluvium
Eine Form des diffusen Haarausfalls ist das telogene Effluvium. Bei dieser Form setzt der Haarverlust einige Monate nach dem verantwortlichem Ereignis ein und es kommt zu einem verfrühten Eintritt der Haare in die Ausfallphase, selbst wenn sie auf natürlichem Weg noch nicht an diesem Punkt des Kreislaufes angekommen wären. Ist die Ursache gefunden und ausgeschaltet, stoppt auch der diffuse Haarausfall und die einzelnen Haare gehen wieder ihrem natürlichen Zyklus nach.

Das anagenes Effluvium
Eine weitere Form setzt schon in der Wachstumsphase ein und wird als anagenes Effluvium bezeichnet. Hier kann es bereits 1 bis 2 Wochen nach dem verursachenden Ereignis zu akutem Haarausfall kommen. Dies ist oft der Fall, wenn eine Chemotherapie, Bestrahlungen oder andere starke Vergiftungen als Ursache für den Haarausfall in Frage kommt. Die Haare wachsen wieder nach und können sogar dichter als vorher sein.  

 
 

Was sind die Ursachen von diffusem Haarausfall?

Diffuser Haarausfall ist an sich keine Krankheit, sondern vielmehr ein Symptom für eine tiefergehende Störung des Körpers. Es gibt immer ein auslösendes Ereignis, das für die Störung in den einzelnen Phasen des Haarzyklus verantwortlich ist, wie z.B. eine Chemotherapie. Es gibt jedoch noch eine Vielzahl weiterer Ursachen:

Stress 
Emotionaler Stress, etwa der Verlust eines geliebten Menschen, kann diffusen Haarausfall verursachen. Doch auch Schwierigkeiten auf der Arbeit oder Probleme im Umgang mit der Familie und Freunden können zu einem erhöhten Stresslevel führen, welches den Ausfall von Haaren bedingt.

Hormonumstellung
Hormone sind eine der häufigsten Ursachen für diffusen Haarausfall bei der Frau. Der weibliche Körper macht durch die Einnahme von empfängnisverhütenden Mitteln, eine Schwangerschaft und die Wechseljahre viele Phasen durch, die den Hormonhaushalt stark beeinflussen. Fast die Hälfte aller Frauen klagt beispielsweise über diffusen Haarausfall nach der Schwangerschaft, weil der Östrogenspiegel sinkt und Haarverlust begünstigt wird. Auch das Absetzen der Pille und das Einsetzen der Wechseljahre führt zu einem Hormonumschwung und kann die Ursache für diffusen Haarausfall sein.

Nährstoffmangel 
Eine gesunde Ernährung ist die Basis für gesundes Haar. Kommt es aufgrund einer Mangelernährung, etwa durch eine Essstörung, eine Diät oder ein alternatives Ernährungskonzept, wie Veganismus, zu einer Unterversorgung bestimmter Nährstoffe, kann dies zu diffusem Haarausfall führen. Speziell Eisenmangel wurde als Ursache für Haarausfall von der Wissenschaft ausgemacht. Nahrungsergänzungsmittel wie z.B. die reaktiven ANACAPS von Ducray unterstützen die Nährstoffversorgung der Haare bei temporärem Haarausfall. 

Physikalischer Stress
Gerade diffuser Haarausfall bei Frauen ist nicht selten durch mechanische Reize an der Kopfhaut bedingt. Heißes Föhnen, chemische Reize durch Tönungen und Färbungen, heiße Glätteisen und Dauerwelle sowie Flechtfrisuren und zu enge Zöpfe stressen die Haare und die Kopfhaut und können zu Haarverlust führen. 

Pflegefehler
Falsche Pflegeprodukte, wie unverträgliche Shampoos oder Spülungen, führen ebenfalls zu diffusem Haarausfall bei Mann und Frau. Nutzen Sie am besten milde Shampoos ohne unnötige Zusatzstoffe.

Medikamente und Krankheiten 
Ist der Körper aufgrund einer Erkrankung angeschlagen, kann sich das auch auf den Haarzyklus auswirken und für Haarausfall sorgen. Eine Schilddrüsenfehlfunktion oder Erkrankungen der Kopfhaut wie Pilze, Ekzeme und Schuppenflechten bedingen nicht selten Haarverlust. Darüber hinaus haben viele Medikamente Haarausfall als Nebenwirkung im Beipackzettel stehen.

Medikamente, die Haarausfall auslösen können:

  • Antibiotika
  • Heparin ("Blutverdünner")
  • ACE-Hemmer und Betablocker (u. a. gegen hohen Blutdruck)
  • Lipidsenker (Arzneimittel, die die Blutfette senken)
  • Retinoide (Vitamin-A-Abkömmlinge wie der Wirkstoff Acitretin)
  • Schilddrüsenmedikamente (sog. Thyreostatika)
  • Schmerzmittel (Analgetika)

Jahreszeit
Einige Dermatologen konnten in der Vergangenheit einen Zusammenhang zwischen diffusem Haarausfall und der Jahreszeit erkennen. Manche Frauen verlieren demnach im Herbst oder im Frühjahr mehr Haare, als im Rest des Jahres. Die Ursachen dieses Haarausfalls sind aber noch nicht erforscht.

Anamnese und Diagnostik: Wie untersucht der Arzt den diffusen Haarausfall?

Um der Ursache des diffusen Haarausfalls auf den Grund zu gehen, wird der Dermatologe im Rahmen der Anamnese einige Fragen zu Kranken- und Familiengeschichte sowie zur Dauer und Lokalisation des Haarausfalls stellen. Bereiten Sie sich auch darauf vor, die Namen von Medikamenten, die Sie in den vergangenen Monaten eingenommen haben, anzugeben. Es folgt eine körperliche Untersuchung von Haut, Haaren und Nägeln sowie ein Zupftest. Die Kopfhaut wird eingängig vom Dermatologen untersucht. Hinzu kommt ein Bluttest, um Nährstoffmangel und andere mögliche Krankheiten auszuschließen. Letztlich folgt eine Haarwurzelanalyse, um den Stand der Haare im Haarzyklus sowie die Struktur und den Zustand der Haarfollikel zu bestimmen. Über 70 % der Untersuchungen bringen eine Ursache zum Vorschein. Das bedeutet aber auch, dass in etwa 30 % aller Fälle keine direkten Auslöser gefunden werden.

Diffuse Alopezie: Therapien und Behandlungsmöglichkeiten

In vielen Fällen ist keine Therapie notwendig, weil sich der Haarverlust nach einigen Monaten von allein einstellt, z.B. bei Haarausfall nach der Schwangerschaft oder nach einer Chemotherapie. 

Wenn eine der oben genannten Ursachen ausgemacht wurde, lässt sich der diffuse Haarausfall natürlich am besten behandeln, indem der Auslöser abgestellt wird. Das bedeutet z.B. mehr Entspannung statt Stress, eine Ernährungsumstellung oder eine achtsame Pflegeroutine. Eine Hilfestellung bieten auch Shampoos und Lotionen gegen Haarausfall wie z.B. CREASTIM von Ducray, welche mithilfe wichtiger Nährstoffe die Haarwurzeln stärken und den Haarwuchs sowie -zyklus stimulieren. 

 
 

Leben mit diffusem Haarausfall

Gleichmäßig verteilter Haarausfall ist kein Weltuntergang. In den meisten Fällen gibt es eine logische Erklärung und die Bekämpfung der Ursache stoppt den Haarausfall wieder. 

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