Hyperpigmentierung

Hyperpigmentierung ist eine sehr häufige, nicht infektiöse, nicht ansteckende Hauterkrankung, die jedoch ästhetisch störend sein und die Lebensqualität beeinträchtigen kann, weil sie sehr auffällig und dauerhaft ist.

In diesem Beitrag möchten wir das Phänomen der Hyperpigmentierung genauer betrachten, die verschiedenen Ursachen ergründen und einige Alltagsgewohnheiten erläutern, mit denen sich braune Flecken gut eindämmen lassen.

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Inhalt

Was ist eine Hyperpigmentierung der Haut?

Hyperpigmentierung ist geprägt durch das Vorhandensein brauner Flecke auf Körperteilen, die regelmässig der Sonne ausgesetzt sind. Die Sonne ist in der Tat die Hauptursache für Hyperpigmentierung. Hinzu kommen für andere, individuell spezifische Faktoren.

Pigmentflecken werden durch vermehrte Aktivität des Melanins verursacht – jenes biologischen Moleküls, das für die Pigmentierung der Haut (also die Hautfärbung) verantwortlich ist. Es gibt verschiedene Arten von Hyperpigmentierung:

  • Ein Chloasma zeichnet sich aus durch hyperpigmentierte Flecken im Gesicht, insbesondere auf der Stirn, den Wangen, den Nasenflügeln, der Oberlippe und dem Kinn. Diese Art der Hyperpigmentierung trifft vor allem Frauen im Alter zwischen 20 und 45 Jahren, die grossen Hormonmengen ausgesetzt sind – sei es während der Schwangerschaft, aufgrund der Verhütung oder einer sonstigen Hormonbehandlung.
  • Die Lentigo ist eher diffus und betrifft alle der Sonne ausgesetzten Bereiche, nicht nur das Gesicht, sondern auch Hals, Dekolleté, Handrücken, Unterarme, Schultern und Rücken. Diese Art der Hyperpigmentierung trifft sowohl Männer als auch Frauen ab 45 Jahren. Lentigo ist eng mit der Hautalterung verbunden. Tatsächlich haben Menschen mit Lentigo auch Falten und ihre Haut ist weniger straff.
  • Eine postinflammatorische Hyperpigmentierung entsteht nach einer Hautläsion oder Entzündung. Die Umstände, unter denen sie auftritt, sind höchst verschiedenartig: Akne, Ekzeme, Schuppenflechte, eine Hautwunde oder Verbrennung, nach chemischem Peeling oder einer Laserbehandlung usw.

Die Hyperpigmentierung der Haut ist ein sehr häufiges Phänomen. Sie betrifft eine von drei Frauen, die hormonelle Verhütungsmittel einnehmen, und 90 % der Frauen über 50 Jahre(1).

Menschen mit dunkler, schwarzer oder ethnisch gemischter Haut haben ein höheres Risiko, eine Hyperpigmentierung zu entwickeln. Das liegt daran, dass sie bereits eine pigmentierte Haut haben, die viel Melanin aufweist. Ihre natürliche Pigmentierung ist häufig unregelmässig, manchmal bereits von Kindheit an. Sonnenlicht, Hormone, Alter und Hautentzündungen jeder Art können das Auftreten neuer brauner Flecken verursachen.

Was ist eine Schwangerschaftsmaske bzw. ein Melasma?

Eine Schwangerschaftsmaske ist eine besondere Form der Hyperpigmentierung. Auch Melasma genannt, handelt es sich dabei um eine Gruppe von braunen Flecken, die während der Schwangerschaft auftreten, in der Regel ab dem vierten Monat. Man schätzt, dass 90 % der schwangeren Frauen von Schwangerschaftsmasken betroffen sind(2). Um das zu verhindern, müssen sich Frauen während der Schwangerschaft bestmöglich vor Sonnenlicht schützen.

Diese Pigmentflecke treten sowohl im Gesicht als auch an Hals und Bauch auf und werden gelegentlich als „Linea nigra“ bezeichnet. Auch Muttermale neigen dazu, während der Schwangerschaft dunkler zu werden. Dies ist jedoch kein Grund zur Sorge.

Die hyperpigmentierten Flecken verblassen im Allgemeinen schon bald nach der Geburt allmählich, können aber auch bestehen bleiben und für junge Mütter ein ästhetisches Problem darstellen. Während der Schwangerschaft und Stillzeit können Sie gezielt bestimmte Dermokosmetika zur Vorbeugung oder Korrektur von braunen Flecken verwenden. Studieren Sie jedoch bitte gründlich die entsprechenden Produktinformationen.

An welchen Körperteilen tritt Hyperpigmentierung auf?

Hyperpigmentierung der Haut verursacht braune Flecken auf dem Körper an zahlreichen Stellen:

  • im Gesicht, insbesondere an Stirn, Wangen, Nasenlöchern, Lippen, Kinn und der Augenpartie
  • am Hals
  • am Dekolleté
  • auf den Handrücken
  • bei schwangeren Frauen auf dem Bauch
  • auf den Unterarmen
  • auf den Schultern
  • auf dem Rücken

Hyperpigmentierung betrifft also alle Bereiche, die der Sonne ausgesetzt sind. Das Auftragen einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor ist sehr hilfreich, um braunen Flecken vorzubeugen.

Was verursacht Hyperpigmentierung?

Es gibt verschiedene Ursachen für Hyperpigmentierung:

  • Die Sonne ist der grösste Risikofaktor für Hyperpigmentierung. Sie regt die Melaninsynthese an, die nicht nur die Bräunung, sondern auch die Entstehung von braunen Flecken fördert. Und dabei muss man nicht einmal einen Sonnenbrand erlitten haben, um hyperpigmentierte Flecken zu bekommen – es reicht bereits, die Haut wiederholt ungeschützt der Sonne auszusetzen.
  • Weibliche Hormone fördern die Aktivität von Melanozyten. In Verbindung mit der Sonne verursachen sie Pigmentflecken und sind somit eine Ursache für Hyperpigmentierung.
  • Auch die Hautalterung ist ein wichtiger Faktor für die Entstehung brauner Flecken. Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen vorzeitiger Hautalterung und Sonneneinstrahlung, sodass folglich auch die Lichtalterung ein Auslöser ist.
  • Hautentzündungen aller Art (Akne, Ekzeme, Schuppenflechte, Hautwunden, Laserbehandlungen, chemische Peelings usw.) können Narben oder hyperpigmentierte Stellen hinterlassen. Um dies zu vermeiden, ist es ratsam, Hautentzündungen zu behandeln, die verletzte Haut vor der Sonne zu schützen und Läsionen in Ruhe heilen zu lassen.
  • Weitere mögliche Ursachen für Hyperpigmentierung sind Medikamente, chronische Erkrankungen, Vitaminmangel, Umweltverschmutzung, Exposition gegenüber blauem Licht usw.

Wie entfernt man braune Flecken?

Hyperpigmentierung verschwindet selten von allein. Im Gegenteil, hyperpigmentierte Flecken neigen dazu, sich mit der Zeit zu vermehren und dauerhaft zu werden. Glücklicherweise gibt es verschiedene Optionen zum Entfernen brauner Flecken:

  • Zunächst sollten Sie eine Creme gegen braune Flecken ausprobieren. Diese Cremes sind rezeptfrei erhältlich und sollen die Hyperpigmentierung korrigieren, den Teint gleichmässig erscheinen lassen und vor allem die Haut vor den schädlichen Auswirkungen der Sonne schützen.
  • Medizinische Behandlungen, die von einem Dermatologen verschrieben werden, enthalten in der Regel Hydrochinon, das wichtigste Depigmentierungsmittel.
  • Es gibt auch Behandlungen, die Dermatologen in ihrer Praxis durchführen können, so etwa Laserbehandlungen, chemische Peelings und Kryotherapie.

Dermatologen sind auf Haut, Haare und Nägel spezialisierte Ärzte. Sie können die Diagnose der Hyperpigmentierung bestätigen und bestimmte Behandlungen verschreiben bzw. durchführen. Der Dermataloge kontrolliert Hautprobleme oder auch bestimmte Muttermale auf regelmässiger Basis.

Hyperpigmentierung im täglichen Leben

Neben der Behandlung zum Entfernen brauner Flecken können sich Menschen mit Hyperpigmentierung auch eine Reihe unterstützender täglicher Gewohnheiten aneignen.

Was also ist bei braunen Flecken zu tun?

  • Tragen Sie täglich eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor auf, um zu verhindern, dass Hyperpigmentierung auftritt oder sich verschlimmert.
  • Achten Sie darauf, dass Ihre Ernährung und Ihre Dermokosmetika viele Vitamine enthalten. Der Fokus sollte dabei vor allem auf den Vitaminen C und E liegen, die Antioxidantien sind.
  • Sie können hyperpigmentierte Flecken auch mit hochwertigem, nicht komedogenem Make-up kaschieren, das für empfindliche Haut entwickelt wurde.
  • Zusätzlich zu diesen Massnahmen können Sie Hyperpigmentierung auf natürliche Weise angehen. Beachten Sie bitte, dass Sie keine ätherischen Öle verwenden sollten, wenn Sie schwanger sind oder stillen.

(1) Brenner M, Hearing VJ. Modifying skin pigmentation – approaches through intrinsic biochemistry and exogenous agents. Drug Discov Today Dis Mech. 2008
(2) Tyler KH. Physiological skin changes during pregnancy. Clin Obstet Gynecol. 2015

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