Kreisrunder Haarausfall: Ursachen, Symptome und Behandlung

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Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata) kann plötzlich auftreten und ist für Betroffene oft zunächst schwer einzuordnen. Charakteristisch sind einzelne oder mehrere kahle Stellen, die sich innerhalb kurzer Zeit entwickeln können. 

Wie Alopecia areata entsteht, woran sie sich erkennen lässt und welche Behandlungsmöglichkeiten infrage kommen, hängt vom individuellen Krankheitsbild ab. Eine dermatologische Abklärung schafft Klarheit und hilft dabei, die nächsten Schritte festzulegen. 

Was ist kreisrunder Haarausfall? 

Kreisrunder Haarausfall, medizinisch Alopecia areata, ist eine chronische, immunvermittelte Erkrankung. Dabei richtet sich das Immunsystem gegen die Haarfollikel und stört das normale Haarwachstum. Typisch ist ein plötzlich einsetzender Haarverlust, bei dem die Haarfollikel grundsätzlich erhalten bleiben. Deshalb können die Haare wieder nachwachsen (vgl. Deutsche Dermatologische Gesellschaft, 2026). 

Anders als beispielsweise beim erblich bedingten oder diffusen Haarausfall nimmt die Haardichte bei Alopecia areata nicht gleichmäßig ab. Der Haarverlust tritt vielmehr in umschriebenen Bereichen auf. Auch kreisrunder Haarausfall bei Frauen zeigt dieses typische Muster und ist von hormonell bedingtem oder diffusem Haarverlust zu unterscheiden (vgl. MSD Manual, 2025).

Wie erkennt man kreisrunden Haarausfall? 

Gerade im Anfangsstadium kann kreisrunder Haarausfall zunächst nur durch eine einzelne kahle Stelle auffallen. Einige charakteristische Merkmale helfen dabei, Alopecia areata von anderen Formen des Haarverlusts zu unterscheiden: 

  • plötzlich entstehende, klar begrenzte runde oder ovale kahle Stellen 
  • meist unauffällige Haut ohne Rötungen, Schuppungen oder andere sichtbare Hautveränderungen 
  • häufig zunächst kahle Stellen auf der Kopfhaut 
  • sogenannte Ausrufezeichenhaare am Rand der kahlen Stellen: kurze, abgebrochene Haare, die zur Kopfhaut hin dünner werden 
  • teilweise Veränderungen der Finger- oder Fußnägel, beispielsweise kleine punktförmige Vertiefungen oder Längsrillen (vgl. Deutsche Dermatologische Gesellschaft, 2026) 

Wie sich kreisrunder Haarausfall nach den ersten Anzeichen entwickelt, ist unterschiedlich. Die kahlen Stellen können begrenzt bleiben, sich vergrößern oder an weiteren Stellen auftreten. 

Dabei ist nicht nur die Kopfhaut betroffen. Kreisrunder Haarausfall am Bart zeigt sich ebenfalls durch klar begrenzte kahle Stellen und wird auch als Alopecia areata barbae bezeichnet. Darüber hinaus können Augenbrauen, Wimpern und andere behaarte Körperregionen betroffen sein (vgl. Deutsche Dermatologische Gesellschaft, 2026; MSD Manual, 2024). 

Welche Formen von Alopecia areata gibt es? 

Alopecia areata kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Neben einzelnen oder mehreren umschriebenen kahlen Stellen werden unter anderem folgende Formen unterschieden: 

  • Alopecia ophiasis: Der Haarverlust verläuft bandförmig entlang des seitlichen und hinteren Haaransatzes. 
  • Alopecia totalis: Die Kopfbehaarung geht vollständig oder nahezu vollständig verloren. 
  • Alopecia universalis: Neben den Kopfhaaren geht auch die übrige Körperbehaarung vollständig oder nahezu vollständig verloren.

Welche Ursachen hat kreisrunder Haarausfall? 

Bei kreisrundem Haarausfall richtet sich das Immunsystem fälschlicherweise gegen die eigenen Haarfollikel. Dadurch entstehen Entzündungsprozesse rund um die Haarwurzel, die den normalen Haarzyklus stören und zum Ausfallen der Haare führen. Warum diese Immunreaktion bei manchen Menschen entsteht, ist bislang nicht vollständig geklärt (vgl. Deutsche Dermatologische Gesellschaft, 2026). 

Eine genetische Veranlagung spielt ebenfalls eine Rolle. Alopecia areata tritt familiär gehäuft auf und kann mit anderen immunvermittelten Erkrankungen einhergehen. Dazu zählen beispielsweise Vitiligo, atopische Erkrankungen und autoimmune Schilddrüsenerkrankungen. Das bedeutet jedoch nicht, dass eine solche Begleiterkrankung bei allen Betroffenen vorliegt. 

„Bei Alopecia areata lässt sich meist nicht der eine Auslöser bestimmen. Für Betroffene ist deshalb wichtig, sich nicht selbst die Schuld für den Haarverlust zu geben oder einzelne Faktoren wie Stress vorschnell dafür verantwortlich zu machen. Entscheidend ist vielmehr, die Erkrankung dermatologisch einzuordnen und den weiteren Verlauf individuell zu begleiten.“

Judith Horzel

Judith Horzel

Apothekerin und Medical Advisor bei Eau Thermale Avène

Wie wird kreisrunder Haarausfall diagnostiziert? 

Nicht jede kahle Stelle ist automatisch ein Zeichen für Alopecia areata. Für die Diagnose betrachtet die Dermatologin oder der Dermatologe deshalb das Muster des Haarverlusts und untersucht Haar und Kopfhaut. Auch Veränderungen der Nägel sowie der bisherige Verlauf können wichtige Hinweise liefern (vgl. Deutsche Dermatologische Gesellschaft, 2026). 

In vielen Fällen reichen die charakteristischen Merkmale bereits aus, um kreisrunden Haarausfall zu erkennen. Bei einem unklaren Erscheinungsbild können weitere Untersuchungen notwendig sein, um andere Ursachen des Haarverlusts auszuschließen. Dazu zählen beispielsweise andere Formen der Alopezie oder Erkrankungen der Kopfhaut. 

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Bei länger anhaltendem, plötzlich auftretendem oder mit weiteren Beschwerden einhergehendem Haarausfall ist eine dermatologische Abklärung notwendig, da Shampoos zwar die Haarpflege unterstützen, jedoch keine medizinische Diagnose oder Therapie ersetzen können.

Welche Pflege eignet sich bei kreisrundem Haarausfall? 

Eine gezielte Haarpflege schenkt Ihrer Kopfhaut wohltuende Unterstützung und kräftigt das vorhandene Haar, bekämpft jedoch nicht die Ursache der Alopecia areata selbst. Entscheidend ist deshalb eine möglichst schonende Pflegeroutine, die auf den Zustand von Haar und Kopfhaut abgestimmt ist und eine dermatologische Behandlung bei Bedarf begleitet. 

Haar und Kopfhaut begleitend pflegen 

Eine schonende Haarpflege kann die Alopecia areata zwar nicht behandeln, hilft aber dabei, das vorhandene Haar und die Kopfhaut möglichst wenig zusätzlich zu beanspruchen. Starkes Reiben, sehr heißes Föhnen und Frisuren mit starkem Zug sollten deshalb vermieden werden. 

Das ANAPHASE Shampoo bei chronischem Haarausfall eignet sich für die häufige Haarwäsche, revitalisiert Haar und Kopfhaut und bereitet die Kopfhaut auf eine nachfolgende Anti-Haarausfall-Pflege vor. Nach zwölf Wochen Anwendung konnte der Haarverlust um 38 % reduziert werden.* 

*Wirksamkeitsstudie mit 45 Frauen mit Haarverlust, durchschnittlich 33 Jahre alt. Anwendung 3-mal pro Woche über 3 Monate. Auswertung mittels Phototrichogramm, Pull-Test und Fragebogen. 

Bei zusätzlichem temporärem Haarausfall 

Neben Alopecia areata kann unabhängig davon auch temporärer Haarausfall auftreten, beispielsweise nach körperlicher oder psychischer Belastung. Verändert sich das bisherige Muster des Haarverlusts deutlich, sollte dermatologisch geklärt werden, welche Form vorliegt. 

Bei zusätzlichem temporärem Haarausfall kann die ANAPHASE CREASTIM Lotion die Pflege ergänzen. Nach zwei Monaten befanden sich 53 % mehr Haare in der Wachstumsphase.* 

*Interne Anwenderstudie mit 32 Frauen mit Telogen-Effluvium, Anwendung 3-mal pro Woche, Phototrichogramm nach 0, 4, 6 und 8 Wochen. 

Tipp: Bei zusätzlichem Haarverlust kann auch die Nährstoffversorgung berücksichtigt werden. ANACAPS REACTIV ist auf temporären Haarverlust abgestimmt und enthält unter anderem Biotin und Selen, die zur Erhaltung normaler Haare beitragen. ANACAPS EXPERT eignet sich bei progressivem Haarverlust und enthält Biotin und Zink zur Erhaltung normaler Haare. 

Empfohlene Produkte

  • Lotion bei temporärem Haarausfall

    ANAPHASE CREASTIM

    Lotion bei temporärem Haarausfall
    Fördert das Wachstum - Verlangsamt Haarausfall

  • Nahrungsergänzungsmittel

    ANACAPS EXPERT

    Nahrungsergänzungsmittel
    Hilft Haarausfall zu reduzieren - Erhöht die Durchblutung - Bietet Kraft und Widerstand

  • Shampoo bei chronischem Haarausfall

    ANAPHASE

    Shampoo bei chronischem Haarausfall
    Verlangsamt Haarausfall - Erhöht die Haarverankerung - Bietet Kraft und Widerstand

  • Nahrungsergänzungsmittel

    ANACAPS REACTIV

    Nahrungsergänzungsmittel

    Fazit: Mit kreisrundem Haarausfall umgehen 

    Die Unvorhersehbarkeit von Alopecia areata kann belastend sein: Kahle Stellen können wieder zuwachsen, erneut auftreten oder sich weiter ausbreiten. Gerade deshalb muss sich der Umgang mit kreisrundem Haarausfall nicht allein darauf konzentrieren, möglichst schnell neues Haarwachstum zu erreichen. 

    Neben der dermatologischen Begleitung kann es helfen, auch die Auswirkungen auf den eigenen Alltag und das Wohlbefinden ernst zu nehmen. Welche Unterstützung sinnvoll ist, hängt dabei ebenso vom individuellen Verlauf wie von der persönlichen Belastung ab. So lässt sich der Umgang mit Alopecia areata Schritt für Schritt an die eigene Situation anpassen. 

    Häufig gestellte Fragen

    Nein. Alopecia areata ist eine immunvermittelte Erkrankung und nicht ansteckend. Der Haarverlust wird nicht durch Krankheitserreger verursacht, die von einer Person auf eine andere übertragen werden können. Bei unklaren kahlen Stellen sollte dennoch dermatologisch abgeklärt werden, ob tatsächlich eine Alopecia areata oder eine andere Erkrankung vorliegt. 

    Ja, nach einer Alopecia areata können nachwachsende Haare zunächst feiner oder heller erscheinen. Auch pigmentlose beziehungsweise weisse Haare können zuerst sichtbar werden. Im weiteren Verlauf können sich Struktur und Pigmentierung wieder verändern. Wie das Haar nachwächst, ist individuell unterschiedlich. 

    Ja. Nach einer Alopecia areata können die ersten nachwachsenden Haare zunächst weiß oder heller als die übrigen Haare sein. Im weiteren Verlauf kann die ursprüngliche Pigmentierung wieder zurückkehren. 

    Alopecia areata betrifft die Haarfollikel und wird nicht durch Haarfarbe verursacht. Dennoch sollte die Kopfhaut bei aktivem Haarverlust möglichst wenig zusätzlich gereizt werden. Ob eine Färbung sinnvoll ist, hängt daher vom Zustand der Kopfhaut und der verbliebenen Haare ab. Bei Unsicherheit empfiehlt sich eine Rücksprache mit der dermatologischen Praxis. 

    Kreisrunder Haarausfall ist kein typisches Anzeichen für Krebs. Alopecia areata ist eine immunvermittelte Erkrankung. Haarverlust kann zwar auch im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen oder deren Behandlung auftreten, unterscheidet sich jedoch in Ursache und Erscheinungsbild von Alopecia areata. Plötzlich auftretende kahle Stellen sollten dermatologisch abgeklärt werden.