Was tun bei fettiger Kopfhaut und Schuppen?
Eine fettige Kopfhaut kann gleichzeitig mit Schuppen auftreten. Fettige, gelbliche oder anhaftende Schuppen in Verbindung mit Rötungen und Juckreiz können beispielsweise auf eine seborrhoisches Ekzem (seborrhoische Dermatitis) hindeuten. Dabei spielen sowohl die Talgproduktion als auch Hefepilze der Gattung Malassezia, die natürlicherweise auf der Haut vorkommen, eine Rolle (vgl. American Academy of Dermatology, 2022).
In diesem Fall reicht ein klassisches Shampoo gegen fettige Haare möglicherweise nicht aus. Je nach Ursache können spezielle Anti-Schuppen-Shampoos mit Wirkstoffen gegen Malassezia sinnvoll sein. Bei ausgeprägtem Juckreiz, Rötungen oder hartnäckigen Schuppen sollte die Kopfhaut dermatologisch untersucht werden, um die Ursache zu klären und die Pflege entsprechend anzupassen (vgl. American Academy of Dermatology, 2022).
Was tun bei fettigem Ansatz und trockenen Spitzen?
Eine fettige Kopfhaut und trockene Haarspitzen können gleichzeitig auftreten. Während sich am Ansatz überschüssiger Talg sammelt, können die Längen beispielsweise durch Hitze, chemische Behandlungen oder die natürliche Haarstruktur trockener und empfindlicher sein. Die Pflege sollte deshalb Kopfhaut und Haarlängen getrennt berücksichtigen.
Tragen Sie ein Shampoo gegen fettige Haare vor allem auf die Kopfhaut und den Ansatz auf. Beim Ausspülen gelangt ausreichend Shampoo durch die Längen, sodass diese nicht zusätzlich intensiv eingeschäumt werden müssen. Conditioner oder andere pflegende Produkte können dagegen gezielt in den trockeneren Längen und Spitzen angewendet werden. Bei feinem oder glattem Haar empfiehlt die American Academy of Dermatology, Conditioner vor allem auf die Haarspitzen aufzutragen (vgl. American Academy of Dermatology, 2024).
Auch starke Hitze kann die Haarfaser zusätzlich beanspruchen. Föhnen Sie deshalb möglichst mit niedriger oder mittlerer Temperatur und reduzieren Sie bei trockenen Spitzen die häufige Anwendung von Glätteisen oder Lockenstab (vgl. American Academy of Dermatology, 2024).