- INHALT
- Seborrhoische Dermatitis
Seborrhoisches Ekzem der Kopfhaut: Ursachen, Symptome und Behandlung
- Wie wird die seborrhoische Dermatitis geplegt?
- Seborrhoisches Ekzem an den Augenbrauen
- Seborrhoisches Ekzem an der Nase
- Seborrhoisches Ekzem auf der Kopfhaut
- Seborrhoisches Ekzem beim Baby
- Welches Shampoo sollte ich bei seborrhoischer Dermatitis verwenden?
- Welche Creme sollte ich bei seborrhoischer Dermatitis verwenden?
- Welche natürlichen Heilmittel gibt es bei seborrhoischer Dermatitis?
- Seborrhoische Dermatitis im Gesicht: Ursachen und Pflege
- Seborrhoisches Ekzem am Ohr
- Seborrhoische Dermatitis und Ernährung
- Seborrhoisches Ekzem und Haarausfall
Seborrhoisches Ekzem der Kopfhaut: Ursachen, Symptome und Behandlung
Aktualisiert am , validiert von dem medizinischen Expertenteam.
Ein seborrhoisches Ekzem der Kopfhaut zeigt sich häufig durch fettige, gelblich-weiße Schuppen, Rötungen und Juckreiz. Die chronische Hauterkrankung tritt vor allem in talgreichen Hautbereichen auf und betrifft die Kopfhaut besonders häufig. Obwohl Betroffene die Beschwerden oft mit gewöhnlichen Schuppen verwechseln, steckt eine entzündliche Hautreaktion dahinter.
Wie ein seborrhoisches Ekzem der Kopfhaut aussieht, welche Ursachen dahinterstecken und welche Maßnahmen Ihre Beschwerden effektiv lindern, erfahren Sie in diesem Ratgeber.
Was ist ein seborrhoisches Ekzem der Kopfhaut?
Die seborrhoische Dermatitis der Kopfhaut ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die bevorzugt in Bereichen mit vielen Talgdrüsen auftritt. Besonders häufig betroffen ist die Kopfhaut, weshalb sie als die typische Erscheinungsform der Erkrankung gilt (vgl. Borda & Wikramanayake, 2015).
Die Beschwerden verlaufen meist schubweise. Beschwerdearme Phasen können sich mit Zeiten abwechseln, in denen die Kopfhaut stärker gereizt ist. Obwohl das seborrhoische Ekzem oft langfristig besteht, handelt es sich nicht um eine ansteckende Erkrankung. Mit der richtigen Pflege und Behandlung lassen sich die Symptome in vielen Fällen gut kontrollieren (vgl. Dessinioti & Katsambas, 2013).
Wie sieht ein Kopfhautekzem aus?
Die Kopfhaut ist die am häufigsten betroffene Körperregion bei seborrhoischer Dermatitis. Typische Beschwerden sind:
- fettige, gelblich-weiße Schuppen
- Rötungen der Kopfhaut
- Juckreiz
- gereizte oder empfindliche Hautstellen
Je nach Schweregrad reichen die Beschwerden von leichter Schuppenbildung bis zu deutlich sichtbaren entzündlichen Hautveränderungen (vgl. Borda & Wikramanayake, 2015).
Häufig betroffen sind der Scheitel, die Schläfen, der Haaransatz und die Haut hinter den Ohren. In ausgeprägten Fällen können sich die schuppenden und geröteten Bereiche über den Haaransatz hinaus auf die Stirn oder andere talgreiche Hautregionen wie Augenbrauen und Nasenfalten ausbreiten (vgl. Dessinioti & Katsambas, 2013).
Wann sollte ein Kopfhautekzem ärztlich abgeklärt werden?
Nicht jede schuppende Kopfhaut ist automatisch ein seborrhoisches Ekzem. Halten die Beschwerden über längere Zeit an, verschlimmern sich die Symptome oder treten zusätzlich starke Rötungen und Entzündungen auf, empfiehlt sich eine dermatologische Abklärung in einer Fachpraxis.
Eine genaue Diagnose ist wichtig, da auch Psoriasis, atopische Ekzeme oder Pilzinfektionen ähnliche Beschwerden verursachen können (vgl. Ring et al., 2012).
Was sind die Ursachen einer seborrhoischen Dermatitis der Kopfhaut?
Die genauen Ursachen des seborrhoischen Ekzems der Kopfhaut sind noch nicht vollständig geklärt. Experten vermuten ein Zusammenspiel aus erhöhter Talgproduktion, dem Hefepilz Malassezia sowie genetischen und immunologischen Faktoren (vgl. Borda & Wikramanayake, 2015). Nicht jeder mit dieser Veranlagung entwickelt zwangsläufig Ekzeme; äußere Auslöser können den Ausbruch oder die Verschlimmerung der Symptome jedoch begünstigen.
- Hefepilz Malassezia: Der Hefepilz gehört zur natürlichen Hautflora. Bei Betroffenen reagiert die Haut jedoch empfindlicher auf seine Stoffwechselprodukte, was Entzündungen, Schuppen und Juckreiz fördern kann (vgl. Dessinioti & Katsambas, 2013).
- Erhöhte Talgproduktion: Seborrhoische Dermatitis tritt bevorzugt in talgreichen Hautbereichen auf. Überschüssiger Talg schafft günstige Bedingungen für die Vermehrung von Malassezia und kann die Bildung fettiger Schuppen begünstigen (vgl. Clark et al., 2015).
- Stress und Hormone: Stress, Schlafmangel und hormonelle Veränderungen können Schübe auslösen oder bestehende Beschwerden verstärken. Auch genetische Faktoren scheinen das Risiko zu erhöhen (vgl. Borda & Wikramanayake, 2015).
- Ernährung: Bislang gibt es keine Belege dafür, dass bestimmte Lebensmittel ein seborrhoisches Ekzem direkt verursachen. Einige Betroffene berichten jedoch über eine Verschlechterung der Beschwerden durch individuelle Auslöser wie Alkohol oder stark verarbeitete Lebensmittel (vgl. Dessinioti & Katsambas, 2013).
Seborrhoisches Ekzem oder Schuppen: Wo liegt der Unterschied?
Auf den ersten Blick kann ein seborrhoisches Ekzem der Kopfhaut wie gewöhnliche Schuppen aussehen. Einige Merkmale helfen jedoch bei der Unterscheidung:
Merkmal | Gewöhnliche Schuppen | Seborrhoisches Ekzem der Kopfhaut |
| Schuppen | meist klein und trocken | häufig fettig, gelblich und größer |
| Rötungen | selten | häufig vorhanden |
| Juckreiz | meist leicht ausgeprägt | oft deutlich spürbar |
| Hautveränderungen | keine Entzündung | entzündliche Hautreaktion |
| Betroffene Bereiche | gesamte Kopfhaut | häufig Scheitel, Schläfen und Haaransatz |
| Verlauf | meist vorübergehend | häufig chronisch und schubweise |
Auch andere Hauterkrankungen können ähnliche Beschwerden verursachen. Psoriasis der Kopfhaut zeigt meist schärfer begrenzte Hautveränderungen mit dickeren, silbrig-weißen Schuppen. Pilzinfektionen können zusätzlich mit kreisförmigen Veränderungen und lokalem Haarausfall einhergehen (vgl. Ring et al., 2012).
„Ein seborrhoisches Ekzem der Kopfhaut wird häufig mit gewöhnlichen Schuppen verwechselt. Typisch sind jedoch zusätzlich Rötungen, Juckreiz und ein wiederkehrender Verlauf. Mit einer frühzeitigen Diagnose und einer auf die Kopfhaut abgestimmten Pflege lassen sich die Beschwerden in vielen Fällen langfristig kontrollieren.“
Judith Horzel
Apothekerin und Medical Advisor bei Eau Thermale Avène
Kann seborrhoische Dermatitis der Kopfhaut Haarausfall verursachen?
Seborrhoische Dermatitis kann in manchen Fällen mit vorübergehendem Haarverlust einhergehen. Ursache sind meist Entzündungen der Kopfhaut, starker Juckreiz und häufiges Kratzen, wodurch die Haare zusätzlich belastet werden (vgl. Borda & Wikramanayake, 2015).
Die Haarfollikel werden dabei in der Regel nicht dauerhaft geschädigt. Sobald die Entzündung kontrolliert wird und die Beschwerden zurückgehen, normalisiert sich häufig auch das Haarwachstum wieder (vgl. Kastarinen et al., 2014).
Hält der Haarausfall über längere Zeit an oder entstehen kahle Stellen, sollte die Ursache dermatologisch abgeklärt werden. Häufig spielen dann weitere Faktoren wie androgenetische Alopezie oder andere Formen von Haarausfall eine Rolle.
Was tun gegen seborrhoisches Ekzem der Kopfhaut?
Ein seborrhoisches Ekzem der Kopfhaut lässt sich bei Erwachsenen meist nicht dauerhaft heilen. Mit der richtigen Pflege und Behandlung können die Beschwerden jedoch häufig deutlich reduziert und neue Schübe kontrolliert werden (vgl. Dessinioti & Katsambas, 2013).
Die Behandlung zielt darauf ab, Schuppen zu lösen, die Vermehrung von Malassezia-Hefepilzen zu reduzieren und Juckreiz sowie Rötungen zu lindern.
Die Kopfhaut gezielt behandeln
Während eines akuten Schubs kommen häufig spezielle Anti-Schuppen-Shampoos zum Einsatz. Diese enthalten Wirkstoffe, die gezielt gegen die Vermehrung von Malassezia wirken und gleichzeitig die Schuppenbildung reduzieren.
Das KELUAL DS ORIGINAL Anti-Schuppen Intensivpflege-Shampoo wurde speziell für seborrhoische Dermatitis der Kopfhaut entwickelt. Die Formulierung hilft dabei, Juckreiz, Brennen und Schuppenbildung zu reduzieren. In einer internen Anwenderstudie wurde eine signifikante Verringerung von Juckreiz, Kratzen und brennenden Empfindungen beobachtet. Die Wirkung hielt bis zu 72 Stunden nach dem Absetzen des Shampoos an.*
*Interne Anwenderstudie zur klinischen Wirksamkeit mit 33 Proband:innen, 3 Anwendungen pro Woche auf der Kopfhaut und auf den Haaren über 2 Wochen mit 72h Erhaltungsphase nach Absetzen von Kelual DS Intensive Shampoo; Beurteilung nach 1, 3, 7, 15 und 18 Tagen.
Die Kopfhaut zwischen den Schüben pflegen
Auch in beschwerdearmen Phasen spielt die richtige Pflege eine wichtige Rolle. Ziel ist es, die Kopfhaut zu beruhigen und das Wiederauftreten von Schuppen möglichst zu begrenzen.
KELUAL ELUTION Anti-Schuppen Begleitpflege-Shampoo eignet sich für die regelmäßige Haarwäsche zwischen zwei Anwendungen eines Spezialshampoos oder nach einer Anti-Schuppen-Kur. Die milde Formulierung reinigt empfindliche und gereizte Kopfhaut besonders schonend. Zinkgluconat wirkt hautberuhigend, während Dermoproteine die Kopfhaut vor äußeren Einflüssen schützen. Das Shampoo kann täglich angewendet werden und unterstützt die Stabilisierung der Behandlungsergebnisse.
Beschwerden am Haaransatz und im Gesicht lindern
Seborrhoische Dermatitis betrifft nicht immer nur die Kopfhaut. Häufig treten die Beschwerden zusätzlich am Haaransatz, an den Augenbrauen, neben der Nase oder hinter den Ohren auf.
Die KELUAL DS Beruhigende Anti-Schuppen Creme wurde speziell für seborrhoische Dermatitis im Gesicht und am Haaransatz entwickelt. Bereits nach der ersten Anwendung wurde eine Verringerung der Abschuppung beobachtet. Nach 15 Tagen war die Schuppung um 74 % reduziert.*
*Interne Anwenderstudie mit 57 Proband:innen mit leichter bis mittelschwerer seborrhoischer Dermatitis im Gesicht, Erwachsene/Jugendliche über 15 Tage. Klinische Bewertung durch den Prüfarzt für Erythem und Schuppung (Skala von 0-4). Bewertung durch die Proband:innen für Juckreiz (Skala von 0-10).
Empfohlene Produkte
- Anti-Schuppen Intensivpflege-Shampoo
BESTSELLER
KELUAL DS ORIGINAL
Anti-Schuppen Intensivpflege-ShampooBeseitigt starke Schuppen - Entfernt sichtbare Schuppen ab der 1. Anwendung*. - Lindert Juckreiz* - Begrenzt Wiederholungen - Emulsion bei Milchschorf
KELUAL
Emulsion bei MilchschorfBeruhigt - Entfernt Milchschorf - Beseitigt Milchschorf
Häufig gestellte Fragen
Ein seborrhoisches Ekzem der Kopfhaut zeigt sich häufig durch fettige, gelblich-weiße Schuppen, Rötungen und Juckreiz. Die Beschwerden treten meist an talgreichen Bereichen der Kopfhaut auf und können schubweise verlaufen. Eine dermatologische Untersuchung hilft dabei, die Erkrankung von Psoriasis, Pilzinfektionen oder anderen Kopfhauterkrankungen abzugrenzen.
In manchen Fällen kann die Entzündung der Kopfhaut mit vorübergehendem Haarverlust einhergehen. Dauerhafter Haarausfall ist jedoch selten. Sobald die Entzündung kontrolliert wird, normalisiert sich das Haarwachstum häufig wieder.
Hausmittel können Beschwerden manchmal kurzfristig lindern, ersetzen jedoch keine gezielte Behandlung. Wichtig sind eine schonende Kopfhautpflege, das Vermeiden von Reizstoffen und die Reduktion möglicher Auslöser wie Stress. Bei anhaltenden Beschwerden sind spezielle Anti-Schuppen-Produkte meist wirksamer als Hausmittel.
Nein, seborrhoische Dermatitis ist nicht ansteckend. Der Hefepilz Malassezia, der bei der Entstehung eine Rolle spielt, gehört zur natürlichen Hautflora. Die Erkrankung entsteht durch ein komplexes Zusammenspiel aus Talgproduktion, Veranlagung und Entzündungsreaktionen (vgl. Dessinioti & Katsambas, 2013).
Fazit: Seborrhoische Dermatitis der Kopfhaut langfristig kontrollieren
Ein seborrhoisches Ekzem der Kopfhaut gehört zu den häufigsten chronisch-entzündlichen Erkrankungen der Kopfhaut. Typische Anzeichen sind fettige Schuppen, Rötungen und Juckreiz, die häufig schubweise auftreten und die Lebensqualität beeinträchtigen können.
Auch wenn die Erkrankung meist nicht dauerhaft heilbar ist, lassen sich die Beschwerden mit einer geeigneten Pflege und Behandlung häufig gut kontrollieren. Entscheidend ist, die Symptome frühzeitig zu erkennen und die Kopfhaut konsequent zu pflegen. So können Schuppen, Juckreiz und Rötungen reduziert und beschwerdearme Phasen unterstützt werden.
Borda, L. J., & Wikramanayake, T. C. (2015). Seborrheic dermatitis and dandruff: A comprehensive review. Journal of Clinical and Investigative Dermatology, 3(2), 10.[Textumbruch]https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4852869/
Clark, G. W., Pope, S. M., & Jaboori, K. A. (2015). Diagnosis and treatment of seborrheic dermatitis. American Family Physician, 91(3), 185–190.[Textumbruch]https://www.aafp.org/pubs/afp/issues/2015/0201/p185.html
Dessinioti, C., & Katsambas, A. (2013). Seborrheic dermatitis: Etiology, risk factors, and treatments: Facts and controversies. Clinics in Dermatology, 31(4), 343–351. https://doi.org/10.1016/j.clindermatol.2013.01.001
Kastarinen, H., Oksanen, T., Okokon, E. O., & muiden. (2014). Topical anti-inflammatory agents for seborrhoeic dermatitis of the face or scalp. Cochrane Database of Systematic Reviews, Issue 5.[Textumbruch]https://doi.org/10.1002/14651858.CD009446.pub2
Ring, J., Alomar, A., Bieber, T., Deleuran, M., Fink-Wagner, A., Gelmetti, C., Gieler, U., Lipozencic, J., Luger, T., Oranje, A. P., Schäfer, T., & andere. (2012). Guidelines for treatment of atopic eczema (atopic dermatitis) Part I. Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology, 26(8), 1045–1060.[Textumbruch]https://doi.org/10.1111/j.1468-3083.2012.04635.x
Dermatologische Expertise
Lernen Sie Ihre Haut und Ihr Haar besser kennen und entdecken Sie unsere exklusiven Inhalte und innovativen Pflegeprodukte, die darauf ausgerichtet sind, Ihre Lebensqualität zu verbessern.