Alopezie (Haarausfall)
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Alopezie (Haarausfall)
Ursachen, Symptome und Behandlung
Aktualisiert am , genehmigt von unsere medizinischen DUCRAY-Experten.
Alopezie (Alopecia) ist der medizinische Oberbegriff für diverse Formen von Haarausfall, die das Haar sichtbar ausdünnen oder kahle Stellen hinterlassen. Die Ursachen reichen von genetischer Veranlagung über hormonelle Veränderungen bis hin zu Stress oder Autoimmunerkrankungen. Je nach Form der Alopezie unterscheiden sich auch Verlauf und Behandlung.
Was Alopezie auslöst, welche Symptome typisch sind und welche Behandlungsmöglichkeiten infrage kommen, erfahren Sie in diesem Ratgeber.
Was ist Alopezie?
Alopezie ist der medizinische Fachbegriff für krankhaften Haarausfall. Während ein täglicher Haarverlust von bis zu 100 Haaren als normal gilt, spricht man von Alopezie, wenn die Haare sichtbar ausdünnen oder kahle Stellen entstehen (vgl. Ho et al., 2023).
Je nach Form kann sich der Haarverlust unterschiedlich äußern. Manche Menschen verlieren die Haare gleichmäßig über die gesamte Kopfhaut, andere entwickeln klar begrenzte kahle Stellen oder leiden unter einem langsam fortschreitenden Verlust der Haardichte. In einigen Fällen können auch Augenbrauen, Wimpern oder andere Körperhaare betroffen sein (vgl. Messenger & Sinclair, 2006).
Alopezie ist keine eigenständige Erkrankung, sondern beschreibt verschiedene Formen des Haarausfalls mit unterschiedlichen Ursachen und Verläufen. Von Alopezie sprechen Fachleute, wenn der Haarverlust sichtbar wird und die Haardichte dauerhaft oder über einen längeren Zeitraum abnimmt.
Woran erkennt man Alopezie?
Typische Anzeichen einer Alopezie sind:
- sichtbar abnehmende Haardichte
- plötzlich auftretende kahle Stellen
- verstärkter Haarverlust über mehrere Wochen
Nagelveränderungen wie kleine Grübchen oder Rillen, insbesondere bei Alopecia areata (vgl. Pratt et al., 2017)
Wann sollte Alopezie dermatologisch abgeklärt werden?
Eine dermatologische Untersuchung ist empfehlenswert, wenn:
- der Haarausfall länger als drei Monate anhält,
- plötzlich kahle Stellen entstehen,
- die Haardichte sichtbar abnimmt,
- zusätzlich Juckreiz, Schuppen oder Rötungen auftreten oder
- Unsicherheit über die Ursache des Haarverlusts besteht.
Da sich die verschiedenen Formen der Alopezie in ihren Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten unterscheiden, ist eine frühzeitige Diagnose wichtig. Sie hilft dabei, andere Erkrankungen auszuschließen und die individuell passende Therapie einzuleiten (vgl. Ho et al., 2023).
Welche Arten von Alopezie gibt es?
Je nach Ursache und Erscheinungsbild werden verschiedene Formen der Alopezie unterschieden. Zu den häufigsten zählen:
- Androgenetische Alopezie: Die häufigste Form des Haarausfalls ist erblich bedingt und entwickelt sich meist schleichend. Typisch sind Geheimratsecken und eine lichter werdende Tonsur bei Männern sowie eine Ausdünnung der Haare im Bereich des Scheitels bei Frauen (vgl. Messenger & Sinclair, 2006).
- Alopecia areata: Alopecia areata, auch kreisrunder Haarausfall genannt, ist eine Autoimmunerkrankung. Sie zeigt sich durch plötzlich auftretende, scharf begrenzte kahle Stellen und kann mit spontanen Rückfällen oder erneutem Haarwachstum einhergehen (vgl. Pratt et al., 2017).
- Alopecia diffusa: Bei der Alopecia diffusa nimmt die Haardichte gleichmäßig über die gesamte Kopfhaut ab. Häufige Auslöser sind unter anderem Stress, hormonelle Veränderungen, Nährstoffmängel oder bestimmte Medikamente. Wird die Ursache behandelt, normalisiert sich das Haarwachstum häufig wieder (vgl. Rebora, 2005).
„Alopezie ist kein einheitliches Krankheitsbild. Erst wenn die Form des Haarausfalls eindeutig bestimmt wurde, lässt sich beurteilen, welche Behandlung sinnvoll ist und welche Erfolgsaussichten sie bietet. Eine frühzeitige Diagnose ist deshalb oft der wichtigste und erster Schritt.“
Judith Horzel
Apothekerin und Medical Advisor bei Eau Thermale Avène
Was sind die Ursachen einer Alopezie?
Die Ursachen einer Alopezie sind vielfältig und hängen von der jeweiligen Form des Haarausfalls ab. Während manche Formen genetisch bedingt sind, entstehen andere durch hormonelle Veränderungen, Autoimmunreaktionen oder äußere Einflüsse. Eine genaue Diagnose ist deshalb wichtig, um die passende Behandlung auszuwählen (vgl. Ho et al., 2023).
Genetische und hormonelle Ursachen
Die androgenetische Alopezie entsteht durch eine genetisch bedingte Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber Dihydrotestosteron (DHT). Dieses Hormon verkürzt die Wachstumsphase der Haare, sodass sie mit der Zeit feiner werden und schließlich ausfallen (vgl. Messenger & Sinclair, 2006).
Auch hormonelle Veränderungen, beispielsweise nach einer Schwangerschaft, in den Wechseljahren oder durch hormonelle Verhütungsmittel, können vorübergehenden Haarausfall begünstigen.
Autoimmunerkrankungen
Beim kreisrunden Haarausfall (Alopecia areata) greift das Immunsystem irrtümlich die Haarfollikel an. Warum diese Fehlreaktion entsteht, ist bislang nicht vollständig geklärt. Vermutlich spielen sowohl genetische Faktoren als auch eine Fehlsteuerung des Immunsystems eine Rolle (vgl. Pratt et al., 2017).
Weitere Auslöser
Neben genetischen und immunologischen Ursachen können auch andere Faktoren zu Alopezie beitragen. Dazu gehören unter anderem:
- körperlicher oder psychischer Stress
- Nährstoffmängel
- bestimmte Medikamente
- Schilddrüsenerkrankungen
- schwere Infektionen
Chemotherapie oder Strahlentherapie
Nicht jeder Auslöser führt zu dauerhaftem Haarausfall. Wird die Ursache rechtzeitig erkannt und behandelt, kann sich das Haarwachstum häufig wieder normalisieren (vgl. Rebora, 2005).
Wie wird Alopezie behandelt?
Die Behandlung einer Alopezie richtet sich nach der Ursache des Haarausfalls. Während sich vorübergehender Haarausfall häufig nach Beseitigung des Auslösers zurückbildet, erfordern chronische Formen wie die androgenetische Alopezie meist eine langfristige Behandlung. Ziel ist es, den Haarausfall zu verlangsamen, das Haarwachstum zu unterstützen und die Haardichte möglichst lange zu erhalten (vgl. Ho et al., 2023).
Reaktiven Haarausfall gezielt begleiten
Vorübergehender Haarausfall kann unter anderem durch Stress, hormonelle Veränderungen, eine Diät oder einen Nährstoffmangel ausgelöst werden. In diesen Fällen steht zunächst die Behandlung der Ursache im Vordergrund.
Die ANAPHASE CREASTIM Lotion bei temporärem Haarausfall wurde speziell für vorübergehenden Haarverlust entwickelt. Nach zwei Monaten Anwendung zeigte sich ein um 53 % höherer Anteil an Haaren in der Wachstumsphase.*
* Interne Anwenderstudie Anaphase Creastim Lotion mit 32 Frauen mit Telogen-Effluvium, Anwendung 3x/Woche, Phototrichogramm nach 0, 4, 6 und 8 Wochen.
Chronischen Haarausfall behandeln
Bei chronischem Haarausfall kann eine gezielte Pflege sinnvoll sein, die direkt an der Haarwurzel ansetzt.
Das ANAPHASE NEOPTIDE Anti-Haarausfall- und Wachstumsserum wurde für Menschen mit chronischem Haarausfall entwickelt. Die Formulierung enthält unter anderem Anchoran®, einen Mariendistel-Extrakt, der die Haarverankerung unterstützt und das Haarwachstum fördert, sowie den patentierten Aktivstoff Lespedeza, der den Haarzyklus normalisieren und den Haarausfall verlangsamen kann. Nach zwei Monaten wurde eine um 46 % verbesserte Verankerung bestehender Haarwurzeln beobachtet. Zusätzlich wurde nach drei Monaten ein um 51 % gesteigertes Haarwachstum festgestellt.*
* Interne Anwenderstudie mit 61 Proband:innen mit chronischem Telogen Effluvium, Anwendung 1-mal täglich über 2 Monate.
** Interne Anwenderstudie mit 1.676 Proband:innen, Anwendung allein oder in Kombination mit anderen Behandlungen gegen chronischen Haarausfall, Anwendung 1-mal täglich über 3 Monate.
Haare und Kopfhaut unterstützen
Eine gezielte Pflegeroutine kann die Behandlung sinnvoll ergänzen.
Das ANAPHASE Shampoo bei temporärem Haarausfallwurde als ergänzende Pflege entwickelt und bereitet die Kopfhaut auf die Anwendung weiterer Anti-Haarausfall-Produkte vor. Bereits ab dem ersten Monat wurde ein beschleunigtes Haarwachstum beobachtet. Zusätzlich empfanden 81 % der Anwender*Innen ihr Haar nach sieben Tagen als stärker.*
Zusätzlich kann bei nachgewiesenem Nährstoffmangel eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Aminosäuren sinnvoll sein. ANACAPS EXPERT wurde entwickelt, um die Haare mit Vitaminen, Mineralstoffen, Aminosäuren und Pflanzenextrakten zu versorgen. Die Formulierung enthält unter anderem Eisen, Zink, Vitamin B5, Vitamin B6, Biotin sowie die Aminosäuren L-Cystin und DL-Methionin. Eisen trägt zu einem normalen Sauerstofftransport im Körper bei, während Zink und Biotin zur Erhaltung normaler Haare beitragen.**
* % Zufriedenheit. Interne Anwenderstudie zur Wirksamkeit und Verträglichkeit des Anaphase Shampoos bei temporärem Haarausfall mit 90 Proband:innen über 28 Tage.
**Enthält Zink, das zur Erhaltung normaler Haare und Nägel und zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress beiträgt; Vitamin B6, das zur Aufrechterhaltung einer normalen Cysteinsynthese beiträgt und Biotin, das zur Erhaltung normaler Haare beiträgt.
Empfohlene Produkte
- Shampoo bei chronischem Haarausfall
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Shampoo bei chronischem HaarausfallVerlangsamt Haarausfall - Erhöht die Haarverankerung - Bietet Kraft und Widerstand - Anti-Haarausfall- und Wachstumsserum
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Ist Alopezie heilbar?
Ob Alopezie heilbar ist, hängt von der jeweiligen Form des Haarausfalls ab. Während sich einige Formen nach Beseitigung der Ursache vollständig zurückbilden können, verlaufen andere chronisch und lassen sich lediglich kontrollieren.
Reaktiver Haarausfall
Vorübergehender, diffuser Haarausfall kann beispielsweise nach einer Schwangerschaft, bei starkem Stress, infolge einer Erkrankung oder durch einen Nährstoffmangel auftreten. Wird der Auslöser behandelt oder verschwindet er von selbst, normalisiert sich das Haarwachstum häufig innerhalb weniger Monate.
Chronische Alopezie
Bei der androgenetischen Alopezie handelt es sich um eine chronische Form des Haarausfalls. Sie gilt derzeit nicht als heilbar. Eine frühzeitige Behandlung kann jedoch dazu beitragen, den Haarausfall zu verlangsamen und die Haardichte möglichst lange zu erhalten (vgl. Messenger & Sinclair, 2006).
Auch bei der Alopecia areata ist der Verlauf individuell unterschiedlich. Die Haare können spontan wieder nachwachsen, gleichzeitig sind jedoch Rückfälle möglich. Deshalb ist eine regelmäßige dermatologische Betreuung sinnvoll (vgl. Pratt et al., 2017).
Fazit: Alopezie frühzeitig erkennen und gezielt behandeln
Alopezie umfasst verschiedene Formen des Haarausfalls, die sich in ihren Ursachen, ihrem Verlauf und ihren Behandlungsmöglichkeiten unterscheiden. Je früher die Ursache erkannt wird, desto gezielter kann eine geeignete Therapie oder Pflegeroutine ausgewählt werden.
Auch wenn nicht jede Form der Alopezie heilbar ist, lässt sich der Haarausfall in vielen Fällen verlangsamen oder bei vorübergehenden Auslösern vollständig zurückbilden. Eine frühzeitige dermatologische Abklärung bildet dafür die wichtigste Grundlage.
Häufig gestellte Fragen
Ein täglicher Haarverlust von bis zu 100 Haaren gilt als normal. Nehmen Haardichte oder Haarvolumen jedoch sichtbar ab, entstehen kahle Stellen oder hält der verstärkte Haarausfall über mehrere Wochen an, sollte die Ursache dermatologisch abgeklärt werden.
Nein. Keine der häufigsten Formen der Alopezie ist ansteckend. Weder erblich bedingter Haarausfall noch Alopecia areata oder diffuser Haarausfall können von Mensch zu Mensch übertragen werden.
Ja. Beim kreisrunden Haarausfall können die Haare spontan wieder nachwachsen. Der Verlauf ist jedoch individuell unterschiedlich und Rückfälle sind möglich. Eine dermatologische Begleitung hilft dabei, die geeignete Behandlung auszuwählen.
Die Ducray-Produkte sind als ergänzende Pflege auf unterschiedliche Formen des Haarausfalls abgestimmt. Je nach Ursache können sie dazu beitragen, die Kopfhaut zu unterstützen, den Haarzyklus zu begleiten und die Haare zu kräftigen. Welche Pflege geeignet ist, hängt von der Art des Haarausfalls ab.
Starker körperlicher oder psychischer Stress kann insbesondere diffusen, vorübergehenden Haarausfall begünstigen. Bestehen die Beschwerden über längere Zeit oder nimmt die Haardichte sichtbar ab, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.
Quellen
Ho, C. H. Y., Sood, T., & Zito, P. M. (2023).Alopecia. StatPearls Publishing.[Textumbruch]https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK538178/
Messenger, A. G., & Sinclair, R. (2006).Follicular miniaturization in female pattern hair loss: clinicopathological correlations. British Journal of Dermatology, 155(5), 926–930.[Textumbruch]https://doi.org/10.1111/j.1365-2133.2006.07409.x
Pratt, C. H., King, L. E., Messenger, A. G., Christiano, A. M., & Sundberg, J. P. (2017).Alopecia areata. Nature Reviews Disease Primers, 3, 17011.[Textumbruch]https://doi.org/10.1038/nrdp.2017.11
Rebora, A. (2005).Distinguishing androgenetic alopecia from chronic telogen effluvium when associated in the same patient: A simple noninvasive method. Archives of Dermatology, 141(10), 1243–1245.[Textumbruch]https://doi.org/10.1001/archderm.141.10.1243
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