Haarausfall: Ursachen und Tipps zur Behandlung
Haarausfall durch Vitaminmangel: Welche Nährstoffe Ihrem Haar fehlen
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- Haarausfall: die Auswirkungen eines Mangels an Eisen, Zink, Vitamin D, C und B12
- Haarausfall aufgrund von Stress: reaktionärer Haarausfall
Haarausfall durch Vitaminmangel: Welche Nährstoffe Ihrem Haar fehlen
Aktualisiert am , genehmigt von unsere medizinischen DUCRAY-Experten.
Haarausfall hat viele mögliche Ursachen. Neben hormonellen Veränderungen, genetischer Veranlagung oder Stress beeinträchtigt häufig ein Mangel an wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen das Haarwachstum. Besonders Eisen, Zink sowie bestimmte B-Vitamine und Vitamin D spielen eine wichtige Rolle für gesunde Haarfollikel und kräftiges Haar.
Welche Nährstoffe bei Haarausfall eine Rolle spielen, wie Sie einen Mangel erkennen und wie Sie Ihr Haarwachstum gezielt unterstützen, erfahren Sie in diesem Ratgeber.
Kann Vitaminmangel Haarausfall verursachen?
Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren sind wichtige Bausteine für gesundes Haarwachstum. Fehlen diese Nährstoffe über einen längeren Zeitraum, kann sich dies auf den Haarzyklus auswirken und zu vermehrtem Haarverlust führen (vgl. Almohanna et al., 2019).
Haare gehören zu den Geweben mit einer besonders hohen Zellteilungsrate. Wird der Körper nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt, kann die Versorgung der Haarfollikel beeinträchtigt werden. Die Folge sind häufig dünner werdende Haare und verlangsamtes Haarwachstum (vgl. Almohanna et al., 2019).
Wichtig ist jedoch: Nicht jeder Haarausfall wird durch Vitaminmangel verursacht. Auch hormonelle Veränderungen, Stress, Erkrankungen oder erblich bedingter Haarausfall können hinter dem Haarverlust stecken.
Wie zeigt sich Haarausfall durch Vitaminmangel?
Nährstoffbedingter Haarausfall zeigt sich meist als diffuser Haarverlust. Das Haar dünnt gleichmäßig auf dem gesamten Kopf aus, anstatt lückenhaft auszufallen (vgl. Grover & Khurana, 2013).
Viele Betroffene bemerken zunächst mehr Haare in der Bürste, beim Haarewaschen oder auf dem Kopfkissen. Gleichzeitig wird das Haar feiner, brüchiger oder verliert seine Kraft.
Wer hat ein erhöhtes Risiko für Nährstoffmangel?
Bestimmte Personengruppen sind häufiger von einem Vitamin- oder Mineralstoffmangel betroffen und haben dadurch ein erhöhtes Risiko für nährstoffbedingten Haarausfall. Dazu gehören:
- Frauen mit starker Menstruation
- Schwangere und Stillende
- Vegetarier:innen und Veganer:innen
- Ältere Menschen
- Personen mit Magen-Darm-Erkrankungen
- Menschen mit sehr einseitiger Ernährung
In diesen Situationen kann eine ärztliche Kontrolle der Blutwerte sinnvoll sein, insbesondere wenn zusätzlich Symptome wie Müdigkeit, Konzentrationsprobleme oder brüchige Nägel auftreten (vgl. Almohanna et al.,2019).
„Haare reagieren oft früher als andere Gewebe auf eine unzureichende Nährstoffversorgung. Gleichzeitig ist ein Vitaminmangel nur eine von vielen möglichen Ursachen, weshalb eine gezielte Diagnostik immer der erste Schritt sein sollte.“
Judith Horzel
Apothekerin und Medical Advisor bei Eau Thermale Avène
Welcher Mangel kann hinter Haarausfall stecken?
Nicht jeder Nährstoffmangel beeinflusst das Haarwachstum gleichermaßen. Besonders häufig werden Eisenmangel, Zinkmangel sowie ein Mangel an Vitamin D oder Vitamin B12 mit Haarausfall in Verbindung gebracht. Diese Nährstoffe übernehmen wichtige Aufgaben bei der Sauerstoffversorgung der Haarwurzel, der Zellteilung und dem Aufbau der Haarstruktur (vgl. Almohanna et al., 2019).
Eisenmangel und Haarausfall
Eisen zählt zu den häufigsten Mangelzuständen weltweit und wird besonders häufig mit diffusem Haarausfall in Verbindung gebracht. Der Körper benötigt Eisen zur Bildung von Hämoglobin, das Sauerstoff über das Blut zu den Organen und Geweben transportiert.
Auch die Haarfollikel sind auf eine ausreichende Sauerstoffversorgung angewiesen. Ein Eisenmangel bremst die Versorgung der Haarwurzel. Die Haare dünnen aus und fallen vermehrt aus (vgl. Almohanna et al., 2019).
Zinkmangel und Haarausfall
Zink ist an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt und spielt eine wichtige Rolle bei der Bildung von Keratin, dem Hauptbestandteil der Haare. Ein Zinkmangel kann die Haarstruktur schwächen und dazu führen, dass Haare brüchiger werden oder vermehrt ausfallen (vgl. Guo, E. L., & Katta, R., 2017).
Liegt ein Zinkmangel vor, kann die Versorgung mit ausreichend Zink das Haarwachstum unterstützen. Zu viel Zink ist jedoch ebenfalls nicht empfehlenswert und sollte vermieden werden.
Vitamin-D-Mangel und Haarausfall
Vitamin D beeinflusst verschiedene Prozesse im Haarfollikel und spielt eine Rolle bei der Regulation des Haarzyklus. Fehlt Vitamin D, können Haarfollikel länger in der Ruhephase verbleiben, wodurch weniger Haare nachwachsen (vgl. Saini & Mysore, 2021).
Vitamin-D-Mangel tritt besonders häufig in den Wintermonaten auf, wenn die Sonneneinstrahlung geringer ist und viele Menschen weniger Zeit im Freien verbringen.
Vitamin-B12-Mangel und dünner werdende Haare
Vitamin B12 unterstützt die Zellteilung und die Bildung neuer Zellen. Da sich Haarfollikel ständig erneuern, sind sie auf eine ausreichende Versorgung mit diesem Vitamin angewiesen.
Ein Mangel kann die Regeneration der Haarwurzeln beeinträchtigen und zu dünner werdendem Haar beitragen (vgl. Almohanna et al., 2019). Wird ein bestehender Mangel rechtzeitig erkannt und behandelt, kann sich auch das Haarwachstum wieder normalisieren.
Vitamin C und andere wichtige Nährstoffe
Vitamin C wird oft unterschätzt, spielt jedoch eine wichtige Rolle für die Haargesundheit. Es verbessert die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung und schützt die Haarzellen vor oxidativem Stress (vgl. Almohanna et al., 2019).
Darüber hinaus benötigen die Haare ausreichend Eiweiß und Aminosäuren wie Cystin und Methionin. Sie dienen als Bausteine für Keratin und unterstützen den Aufbau einer stabilen Haarstruktur (vgl. Almohanna et al., 2019).
Was tun bei Haarausfall durch Vitaminmangel?
Verursacht ein Mangel an Vitaminen oder Mineralstoffen den Haarausfall, verlangt dies nach einer gezielten Behandlung der Ursache. Nahrungsergänzungsmittel oder spezielle Haarpflegeprodukte können sinnvoll sein, ersetzen jedoch keine Diagnose. Der erste Schritt besteht deshalb darin, den tatsächlichen Mangel festzustellen.
Vitamin- und Mineralstoffmangel ärztlich abklären
Diffuser Haarausfall kann viele Ursachen haben. Neben Vitaminmangel kommen auch hormonelle Veränderungen, Stress, Schilddrüsenerkrankungen oder erblich bedingter Haarausfall infrage. Deshalb sollte anhaltender oder starker Haarverlust dermatologisch oder ärztlich abgeklärt werden.
Blutuntersuchungen können unter anderem zeigen, ob ein Mangel an Eisen, Zink, Vitamin D oder Vitamin B12 vorliegt. Besonders Frauen sind häufiger von bestimmten Nährstoffmängeln betroffen, weshalb diese Werte bei Haarausfall häufig überprüft werden. Erst mit einer klaren Diagnose stimmen Sie die Behandlung gezielt auf die Ursache ab (vgl. Almohanna et al., 2019).
Die Ernährung gezielt verbessern
Eine ausgewogene Ernährung bildet die Grundlage für gesundes Haarwachstum. Haarfollikel benötigen Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren und Proteine, um neue Haarzellen bilden zu können. Fehlen diese Nährstoffe über längere Zeit, kann sich dies auf Haarqualität und Haarwachstum auswirken (vgl. Almohanna et al., 2019).
Wichtige Nährstoffquellen sind:
- Eisen: Hülsenfrüchte, Fleisch, Spinat
- Zink: Kürbiskerne, Nüsse, Haferflocken
- Vitamin B12: Fisch, Eier, Milchprodukte
- Vitamin C: Paprika, Brokkoli, Zitrusfrüchte
- Vitamin D: fettreicher Fisch, Eier
- Proteine: Fisch, Fleisch, Eier, Hülsenfrüchte
Eine langfristig ausgewogene Ernährung ist meist nachhaltiger als die kurzfristige Einnahme einzelner Präparate.
Haare von innen unterstützen
Lässt sich der Bedarf über die Ernährung allein nicht ausreichend decken oder wurde ein Nährstoffmangel festgestellt, können Nahrungsergänzungsmittel eine sinnvolle Ergänzung sein.vvdv
ANACAPS EXPERT wurde entwickelt, um die Haare mit Vitaminen, Mineralstoffen, Aminosäuren und Pflanzenstoffen zu versorgen. Die Formulierung enthält unter anderem Eisen, Zink, Vitamin B5, Vitamin B6, Biotin sowie die Aminosäuren L-Cystin und DL-Methionin. Eisen trägt zu einem normalen Sauerstofftransport im Körper bei, während Zink und Biotin zur Erhaltung normaler Haare beitragen.*
*Enthält Zink, das zur Erhaltung normaler Haare und Nägel und zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress beiträgt; Vitamin B6, das zur Aufrechterhaltung einer normalen Cysteinsynthese beiträgt und Biotin, das zur Erhaltung normaler Haare beiträgt.
Die Haarfaser stärken
Nährstoffbedingter Haarausfall geht häufig mit geschwächtem, kraftlosem oder dünner werdendem Haar einher. Eine ergänzende Pflege kann helfen, die Haarfaser zu stärken und die Kopfhaut zu unterstützen.
Das ANAPHASE Shampoo bei chronischem Haarausfall wurde als ergänzende Pflege bei Haarausfall und nachfolgenden Anti-Haarausfall-Behandlungen entwickelt. In einer internen Anwendungsstudie berichteten nach 21 Tagen 90 % der Teilnehmenden von voller wirkendem Haar, 81 % hatten das Gefühl, mehr Haare zu haben und 95 % empfanden ihr Haar als widerstandsfähiger.*
*Interne Wirksamkeitsstudie mit 67 Erwachsenen mit chronischem, hormonell bedingtem oder temporärem Haarausfall und devitalisiertem Haar. Anwendung mindestens dreimal pro Woche über 21 Tage in Kombination mit einer regulären Anti-Haarausfall-Behandlung.
Temporären Haarausfall gezielt begleiten
Kommt es infolge von körperlichem oder psychischem Stress, einer Diät oder eines Nährstoffmangels zu vorübergehendem Haarverlust, kann eine gezielte Kopfhautpflege die Haarwurzel zusätzlich unterstützen.
Die ANAPHASE CREASTIM Lotion bei temporärem Haarausfall wurde speziell für vorübergehenden Haarverlust entwickelt. Nach zwei Monaten Anwendung zeigte sich ein um 53 % höherer Anteil an Haaren in der Wachstumsphase.*
*Interne Anwenderstudie Anaphase Creastim Lotion mit 32 Frauen mit Telogen-Effluvium, Anwendung 3x/Woche, Phototrichogramm nach 0, 4, 6 und 8 Wochen.
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Fazit: Haarausfall durch Vitaminmangel frühzeitig erkennen
Gesundes Haarwachstum hängt von vielen Faktoren ab. Neben Hormonen, genetischer Veranlagung und allgemeinen Gesundheitsfaktoren spielt auch die Versorgung mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen eine Rolle. Fehlen dem Körper Nährstoffe wie Eisen, Zink, Vitamin D oder Vitamin B12, kann sich dies unter anderem auf die Haare auswirken.
Wer über längere Zeit unter diffusem Haarausfall leidet, sollte die Ursache ärztlich abklären lassen, anstatt auf Verdacht einzelne Präparate einzunehmen. Wird ein Nährstoffmangel frühzeitig erkannt, können eine gezielte Ernährungsanpassung, die Versorgung mit wichtigen Nährstoffen und eine unterstützende Haarpflege dazu beitragen, die Voraussetzungen für gesundes Haarwachstum zu schaffen.
Häufig gestellte Fragen
Ja. Ein Mangel an bestimmten Nährstoffen wie Eisen, Zink, Vitamin D oder Vitamin B12 kann diffusen Haarausfall begünstigen. Allerdings steckt nicht hinter jedem Haarverlust ein Vitaminmangel. Auch hormonelle Veränderungen, Stress, Erkrankungen oder erblich bedingter Haarausfall können eine Rolle spielen (vgl. Almohanna et al., 2019).
Ja. Auch wenn bereits eine Behandlung gegen Haarausfall erfolgt, kann zusätzlich ein Nährstoffmangel vorliegen. Eisen, Zink, Vitamin D oder Vitamin B12 sind wichtige Faktoren für gesundes Haarwachstum.
Chronischer Haarausfall kann verschiedene Ursachen haben. Ein Vitamin- oder Mineralstoffmangel ist dabei eine mögliche Erklärung, insbesondere wenn zusätzlich Risikofaktoren wie eine einseitige Ernährung, bestimmte Erkrankungen oder ein erhöhter Nährstoffbedarf vorliegen. Häufig spielen jedoch mehrere Faktoren gleichzeitig eine Rolle.
Haarausfall kann verschiedene Ursachen haben. Liegt ein Nährstoffmangel vor, fehlen häufig Eisen, Zink, Vitamin D oder Vitamin B12. Diese Nährstoffe spielen eine wichtige Rolle für die Sauerstoffversorgung der Haarwurzel, die Zellteilung und den Haarzyklus (vgl. Almohanna et al., 2019).
Die wichtigste Maßnahme besteht darin, einen möglichen Nährstoffmangel ärztlich abklären zu lassen. Im Alltag können eine ausgewogene Ernährung, eine ausreichende Versorgung mit Eisen, Zink und Vitaminen sowie eine schonende Haarpflege sinnvoll sein. Bei nachgewiesenem Mangel können Nahrungsergänzungsmittel ergänzend eingesetzt werden.
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Almohanna, H. M., Ahmed, A. A., Tsatalis, J. P., & Tosti, A. (2019). The role of vitamins and minerals in hair loss: A review. Dermatology and Therapy, 9(1), 51–70.
https://doi.org/10.1007/s13555-018-0278-6
Grover, C., & Khurana, A. (2013). Telogen effluvium. Indian Journal of Dermatology, Venereology and Leprology, 79(5), 591–603.
https://doi.org/10.4103/0378-6323.116731
Guo, E. L., & Katta, R. (2017). Diet and hair loss: Effects of nutrient deficiency and supplement use. Dermatology Practical & Conceptual, 7(1), 1–10. https://doi.org/10.5826/dpc.0701a01
Saini, K., & Mysore, V. (2021).Role of vitamin D in hair loss: A short review. Journal of Cosmetic Dermatology, 20(11), 3407–3414.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34553483/
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