Haarausfall nach der Schwangerschaft: Fakten und Tipps
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Haarausfall nach der Schwangerschaft: Fakten und Tipps
Aktualisiert am , genehmigt von unsere medizinischen DUCRAY-Experten.
Haarausfall nach der Schwangerschaft betrifft viele Frauen in den ersten Monaten nach der Geburt. Typisch sind vermehrt ausfallende Haare, weniger Volumen und eine sichtbar verringerte Haardichte.
Meist steckt ein vorübergehender, hormonell bedingter Haarverlust dahinter. Erfahren Sie in diesem Ratgeber, welche Ursachen dahinterstecken, wie lange der Haarausfall nach der Geburt anhält, was das Haar in dieser Zeit unterstützen kann, und wie Sie Ihr Haar in dieser Zeit gezielt stärken.
Warum kommt es nach der Schwangerschaft zu Haarausfall?
Haarausfall nach der Schwangerschaft entsteht vor allem durch hormonelle Veränderungen nach der Geburt. Während der Schwangerschaft steigt der Östrogenspiegel an und hält viele Haare länger in der Wachstumsphase. Dadurch wirken die Haare oft voller, kräftiger und glänzender.
Nach der Geburt sinkt der Hormonspiegel jedoch wieder ab. Viele Haare wechseln gleichzeitig in die Ruhe- und Ausfallphase. Dies löst einige Wochen später verstärkten Haarverlust aus. Fachleute bezeichnen dieses vorübergehende Phänomen als postpartalen Haarausfall oder postpartales Effluvium (vgl. Grover & Khurana, 2013).
Der Haarverlust beginnt häufig etwa zwei bis fünf Monate nach der Geburt. Viele Frauen berichten in dieser Zeit von büschelweisem Haarausfall nach der Schwangerschaft oder deutlich mehr Haaren in Bürste, Dusche oder auf dem Kopfkissen.
Stillen ist dabei nicht die eigentliche Ursache für Haarausfall. Während der Stillzeit fällt der Hormonabfall häufig weniger abrupt aus. Dies verzögert den Haarausfall bei einigen Frauen zeitlich etwas.
Wichtig: Nicht jeder Haarverlust nach der Geburt ist ausschließlich hormonell bedingt. Zudem verstärken ein Eisenmangel oder andere Formen von Haarausfall den Haarverlust in vielen Fällen.
Welche Faktoren können den Haarausfall verstärken?
Haarausfall nach der Geburt ist meist hormonell bedingt und vorübergehend. Bestimmte Faktoren verstärken oder verlängern den Haarverlust jedoch zusätzlich.
Schlafmangel und Stress: Die ersten Monate mit einem Neugeborenen bedeuten für viele Frauen körperliche und emotionale Belastung. Schlafmangel und Stress stören den Haarzyklus zusätzlich und verstärken den postpartalen Haarausfall.
- Nährstoffmangel: Während Schwangerschaft und Stillzeit benötigt der Körper besonders viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Vor allem ein Eisenmangel verursacht häufig den Haarausfall nach der Schwangerschaft. Auch ein Mangel an Zink, Vitamin D oder Eiweiß kann das Haarwachstum beeinträchtigen (vgl. Almohanna et al., 2019).
- Schneller Gewichtsverlust und Diäten: Eine einseitige Ernährung oder strenge Diäten nach der Geburt unterversorgen die Haarwurzeln mit Nährstoffen. Dadurch wirken die Haare häufig stumpfer, brüchiger oder dünner.
- Haarausfall bereits während der Schwangerschaft: Seltener tritt Haarverlust schon während der Schwangerschaft auf. Ursachen können unter anderem Stress, starke körperliche Belastung oder ein Eisenmangel sein. Hält der Haarverlust länger an oder entstehen kahle Stellen, sollte die Ursache medizinisch abgeklärt werden.
Wie zeigt sich postpartaler Haarausfall?
Postpartaler Haarausfall zeigt sich meist durch einen diffusen Haarverlust auf dem gesamten Kopf. Das Haar dünnt insgesamt aus, verliert an Volumen und die Kopfhaut schimmert zunehmend durch.
Viele Frauen bemerken den Haarverlust zunächst beim Bürsten, Haarewaschen oder durch vermehrte Haare auf dem Kopfkissen. Auch büschelweiser Haarausfall nach der Schwangerschaft ist keine Seltenheit.
Typischerweise beginnt der Haarverlust etwa zwei bis fünf Monate nach der Geburt, wenn sich der Hormonhaushalt langsam wieder verändert. Besonders häufig betroffen sind der Scheitelbereich und die Schläfen.
Im Gegensatz zu kreisrundem Haarausfall entstehen beim postpartalen Haarausfall meist keine klar abgegrenzten kahlen Stellen. Treten dennoch runde oder stark begrenzte haarlose Bereiche auf, sollte die Ursache dermatologisch abgeklärt werden.
Wie lange dauert Haarausfall nach der Schwangerschaft?
Haarausfall nach der Schwangerschaft beginnt meist nicht direkt nach der Geburt. Typischerweise setzt der Haarverlust etwa zwei bis fünf Monate später ein, wenn der Hormonspiegel wieder absinkt und viele Haare gleichzeitig in die Ausfallphase übergehen.
In den meisten Fällen normalisiert sich der Haarzyklus innerhalb von sechs bis neun Monaten von selbst. Bis das Haar seine ursprüngliche Dichte und Länge zurückgewinnt, vergehen jedoch oft bis zu zwölf Monate. Bei manchen Frauen hält die Regeneration sogar bis zu 18 Monate an.
Wie lange dauert Haarausfall in der Stillzeit?
Viele Frauen vermuten, dass Stillen Haarausfall verursacht. Tatsächlich ist Stillen jedoch nicht die Ursache des Haarverlusts. Während der Stillzeit fällt der Hormonabfall häufig weniger abrupt aus, wodurch sich der Beginn des Haarausfalls etwas verzögern kann.
Dadurch kann sich allerdings auch die Dauer des Haarverlusts verlängern. Häufig normalisiert sich das Haarwachstum nach dem Abstillen wieder.
Wann sollte man Haarausfall nach der Geburt abklären lassen?
Hält der Haarausfall länger als ein Jahr an oder wird er zunehmend stärker, sollte die Ursache medizinisch abgeklärt werden. Auch kahle Stellen, starke Beschwerden der Kopfhaut oder ausgeprägter Haarverlust können auf andere Formen von Haarausfall hinweisen.
In manchen Fällen spielen zusätzlich Eisenmangel, Stress oder hormonelle Veränderungen eine Rolle.
Postpartaler Haarausfall kann belastend sein, ist aber in den meisten Fällen ein Zeichen dafür, dass sich der Körper hormonell neu einpendelt. Entscheidend ist, dass die Haarfollikel aktiv bleiben und neues Haar nachwächst.
Judith Horzel
Apothekerin und Medical Advisor bei Eau Thermale Avène
Was tun bei Haarausfall nach der Schwangerschaft?
Der Haarausfall nach der Schwangerschaft normalisiert sich in vielen Fällen von selbst, sobald sich der Hormonhaushalt wieder stabilisiert hat. Dennoch stärkt eine gezielte Pflege die Haarwurzel und verbessert die Haarqualität
Wichtig ist vor allem, den Körper in dieser Phase nicht zusätzlich zu belasten. Ausreichend Schlaf, eine ausgewogene Ernährung und eine schonende Haarpflege unterstützen das gesunde Haarwachstum effektiv.
Die Kopfhaut gezielt unterstützen
Bei temporärem Haarausfall nach der Geburt kann eine gezielte Kopfhautpflege helfen, das Haarwachstum zu unterstützen.
Die ANAPHASE CREASTIM Lotion bei temporärem Haarausfall wurde speziell für vorübergehenden Haarverlust entwickelt, der unter anderem nach Schwangerschaft, Stillzeit, Stress oder Müdigkeit auftreten kann. Die Formulierung hilft dabei, den Haarausfall zu verlangsamen, das Haar zu kräftigen und das Wachstum von gesundem Haar zu fördern.
Die Lotion kann auch während der Schwangerschaft ab dem 4. Monat sowie in der Stillzeit angewendet werden. Zusätzlich zieht die Formulierung schnell ein, ohne zu kleben oder zu fetten.
Die Haarfaser stärken
Dünner werdendes Haar nach der Schwangerschaft verliert häufig an Widerstandskraft und Volumen. Eine ergänzende Pflege kann helfen, die Haarfaser zu kräftigen und die Kopfhaut auf weitere Pflegeprodukte vorzubereiten.
Das ANAPHASE Shampoo bei temporärem Haarausfall wurde speziell für vorübergehenden Haarverlust entwickelt, der unter anderem nach Schwangerschaft, Stillzeit, Stress oder Müdigkeit auftreten kann. Die Formulierung hilft dabei, den Haarausfall zu verlangsamen, die Haarfaser zu schützen und dem Haar wieder mehr Volumen und Glanz zu verleihen.
Bereits ab dem ersten Monat wurde ein beschleunigtes Haarwachstum beobachtet.* Zusätzlich empfanden 81 % der Anwender:innen ihr Haar nach 7 Tagen als stärker.**
*Interne Anwenderstudie zur Wirksamkeit und Verträglichkeit des Anaphase Shampoos bei temporärem Haarausfall mit 90 Proband:innen über 28 Tage.[Textumbruch] ** % Zufriedenheit. Interne Anwenderstudie zur Wirksamkeit und Verträglichkeit des Anaphase Shampoos bei temporärem Haarausfall mit 90 Proband:innen über 28 Tage.
Haare von innen unterstützen
Für gesundes Haarwachstum benötigt der Körper ausreichend Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren. Besonders nach Schwangerschaft und Geburt können Nahrungsergänzungsmittel dabei helfen, die Nährstoffversorgung zu unterstützen.
Die ANACAPS EXPERT Nahrungsergänzungsmittel enthalten unter anderem Eisen, Aminosäuren und Vitamine zur Unterstützung normaler Haare. Die veganen und glutenfreien Kapseln ergänzen die Haarpflegeroutine von innen heraus.
Empfohlene Produkte
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Welche Nährstoffe unterstützen gesundes Haarwachstum?
Da sich der Körper nach Schwangerschaft und Geburt gleichzeitig regeneriert und während der Stillzeit zusätzliche Nährstoffe benötigt, spielt auch die Ernährung eine wichtige Rolle für gesundes Haarwachstum. Damit Haare gesund wachsen können, benötigen die Haarwurzeln ausreichend Vitamine, Mineralstoffe und Proteine. Nach der Geburt benötigt der Körper zusätzliche Nährstoffe, da er sich regeneriert und gleichzeitig Muttermilch bereitstellt.
Eisen, Zink und Biotin
Eisenmangel zählt zu den häufigsten Ursachen für verstärkten Haarverlust nach der Schwangerschaft. Fehlt Eisen, werden die Haarwurzeln schlechter mit Sauerstoff versorgt und die Haare wachsen häufig schwächer nach.
Auch Biotin und Zink spielen eine wichtige Rolle für die Haargesundheit. Beide Nährstoffe tragen zur Erhaltung normaler Haare bei.
Eiweiß und Aminosäuren
Haare bestehen größtenteils aus Keratin, einem Protein. Deshalb benötigt der Körper ausreichend Eiweiß und Aminosäuren, um neue Haare bilden zu können.
Besonders während der Stillzeit oder bei sehr einseitiger Ernährung kann eine unzureichende Versorgung das Haarwachstum zusätzlich beeinträchtigen.
Ausgewogene Ernährung nach der Geburt
Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Gemüse, Obst und proteinreichen Lebensmitteln unterstützt die Nährstoffversorgung der Haarwurzeln.
Zusätzlich kann eine medizinische Abklärung sinnvoll sein, wenn der Haarausfall sehr stark ausfällt oder länger anhält. So lassen sich mögliche Mängel frühzeitig erkennen.
Fazit: Haarausfall nach der Schwangerschaft ist meist vorübergehend
Haarausfall nach der Schwangerschaft entsteht häufig durch hormonelle Veränderungen nach der Geburt und betrifft viele Frauen in den ersten Monaten nach dem Wochenbett. Typisch sind dünner werdendes Haar, weniger Volumen und vermehrter Haarverlust beim Bürsten oder Waschen.
Auch wenn der Haarverlust belastend sein kann, normalisiert sich der Haarzyklus in den meisten Fällen wieder von selbst. Eine ausgewogene Ernährung, eine schonende Haarpflege und eine langfristige Unterstützung der Haarwurzel können helfen, das Haarwachstum in dieser Phase gezielt zu begleiten.
Häufig gestellte Fragen
Ja. Viele Frauen verlieren nach der Geburt deutlich mehr Haare als gewöhnlich. Auch büschelweiser Haarausfall nach der Schwangerschaft kann Teil des sogenannten postpartalen Effluviums sein und ist meist vorübergehend.
Ja. Bei manchen Frauen zeigen sich Haarlichtungen nicht nur am Scheitel, sondern auch im Bereich der Schläfen oder entlang der Haarlinie. Häufig normalisiert sich das Haarwachstum wieder, sobald sich der Hormonhaushalt stabilisiert hat.
Der Haarverlust setzt meist zeitversetzt ein, weil viele Haare nach der Geburt gleichzeitig in die Ausfallphase übergehen. Deshalb beginnt postpartaler Haarausfall häufig erst zwei bis fünf Monate nach der Entbindung.
In den meisten Fällen ja. Sobald sich der Haarzyklus wieder normalisiert, wachsen die Haare häufig nach und gewinnen nach und nach wieder an Dichte.
Ja. Schlafmangel, körperliche Erschöpfung und emotionaler Stress können den Haarzyklus zusätzlich belasten und den Haarverlust verstärken.
Almohanna, H. M., Ahmed, A. A., Tsatalis, J. P., & Tosti, A. (2019). The role of vitamins and minerals in hair loss: A review. Dermatology and Therapy, 9(1), 51–70.https://doi.org/10.1007/s13555-018-0278-6
Grover, C., & Khurana, A. (2013). Telogen effluvium. Indian Journal of Dermatology, Venereology and Leprology, 79(5), 591–603. https://doi.org/10.4103/0378-6323.116731
Vujovic, A., & Del Marmol, V. (2014). The female pattern hair loss: Review of etiopathogenesis and diagnosis. BioMed Research International, 2014, 767628.https://doi.org/10.1155/2014/767628
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