Androgenetische Alopezie: Ursachen, Symptome und Behandlung
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Androgenetische Alopezie: Ursachen, Symptome und Behandlung
Aktualisiert am , validiert von dem medizinischen Expertenteam.
Androgenetische Alopezie ist die häufigste Form von erblich bedingtem Haarausfall. Typisch sind dünner werdende Haare, Geheimratsecken oder sichtbare Haarlichtungen am Oberkopf. Die Erkrankung betrifft Männer und Frauen gleichermaßen, allerdings unterscheidet sich der Verlauf.
Eine frühzeitige Diagnose des androgenetischen Haarausfalls verlangsamt den weiteren Haarverlust und stärkt das Haarwachstum gezielt.
Was ist androgenetische Alopezie?
Die androgenetische Alopezie ist die häufigste Form von chronischem Haarausfall. Fachleute bezeichnen sie auch als androgenetischen Haarausfall, androgene Alopezie oder Alopecia androgenetica. Typisch sind dünner werdende Haare, Geheimratsecken oder sichtbare Haarlichtungen am Oberkopf.
Was sind die Ursachen der androgenetischen Alopezie?
Die androgenetische Alopezie entsteht durch eine genetisch bedingte Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber dem Hormon Dihydrotestosteron, kurz DHT. Dieses Hormon entsteht aus Testosteron und kommt sowohl im männlichen als auch im weiblichen Körper vor.
Überempfindlichkeit gegenüber DHT
Bei Menschen mit androgenetischer Alopezie reagieren die Haarfollikel empfindlicher auf DHT. Dies verkürzt die Wachstumsphase der Haare. In der Folge wachsen sie feiner und kürzer nach (vgl. Vujovic & Del Marmol, 2014).
Mit der Zeit verkleinern sich die Haarfollikel zunehmend. Die Haare verlieren an Dichte, wachsen langsamer nach und fallen früher aus.
Genetische Veranlagung
Androgenetischer Haarausfall gilt als anlagebedingter Haarausfall. Die genetische Veranlagung beeinflusst, wie empfindlich die Haarwurzeln auf DHT reagieren. Häufig tritt die androgenetische Alopezie familiär gehäuft auf.
Wie stark der Haarverlust ausfällt und wann er beginnt, unterscheidet sich jedoch individuell.
Unterschiede zwischen Frauen und Männern
Androgenetische Alopezie betrifft Männer und Frauen unterschiedlich. Männer entwickeln häufig Geheimratsecken oder kahle Stellen am Oberkopf. Bei Frauen zeigt sich der Haarverlust meist durch dünner werdendes Haar entlang des Mittelscheitels.
Hormonelle Veränderungen – wie in den Wechseljahren – verstärken den anlagebedingten Haarausfall bei Frauen zusätzlich (vgl. Gupta et al., 2025).
Welche Symptome verursacht androgenetische Alopezie?
Die androgenetische Alopezie entwickelt sich meist schleichend über mehrere Jahre. Dabei verliert das Haar sichtbar an Dichte und Volumen. Die Symptome der androgenetischen Alopezie bei Frauen und Männern unterscheiden sich häufig.
Symptome bei Männern
Bei Männern beginnt androgenetischer Haarausfall häufig im Bereich der Stirn und Schläfen. Typisch sind Geheimratsecken und kahle Stellen am Oberkopf. Mit der Zeit vergrößern sich die lichten Bereiche und wachsen zusammen.
Der Verlauf orientiert sich häufig am sogenannten Hamilton-Norwood-Schema, das die verschiedenen Stadien des Haarverlusts beschreibt.
Symptome bei Frauen
Androgenetische Alopezie bei Frauen zeigt sich meist durch dünner werdendes Haar entlang des Mittelscheitels. Die Haare verlieren an Dichte und Volumen, während die Kopfhaut zunehmend sichtbar werden kann.
Im Gegensatz zu Männern bleibt der vordere Haaransatz bei Frauen häufig erhalten. Komplett kahle Stellen treten deutlich seltener auf (vgl. Ramos et al., 2018).
Stadien der androgenetischen Alopezie bei Frauen
Der Verlauf des hormonell bedingten Haarausfalls bei Frauen wird häufig nach dem Ludwig-Schema eingeteilt:
- Stadium I: Leichte Ausdünnung der Haare im Scheitelbereich
- Stadium II: Deutlich sichtbare Haarlichtung entlang des Mittelscheitels
- Stadium III: Starke Verringerung der Haardichte am Oberkopf
Ein frühzeitiges Erkennen dieser Veränderungen verlangsamt den weiteren Haarverlust effektiv.
Wie stellt man androgenetische Alopezie fest?
Dermatologisches Fachpersonal stellt die androgenetische Alopezie meist anhand des typischen Haarverlust-Musters fest. Dermatologinnen und Dermatologen beurteilen dabei unter anderem die Verteilung des Haarausfalls, die Haardichte und den Zustand der Kopfhaut.
Zusätzlich fragen Fachleute nach familiärer Veranlagung, dem zeitlichen Verlauf des Haarverlusts und möglichen hormonellen Veränderungen. Da sich der anlagebedingte Haarausfall langsam entwickelt, übersehen Betroffene die ersten Anzeichen häufig.
Untersuchung der Kopfhaut und Haare
Für die Diagnose untersuchen Dermatologinnen und Dermatologen die Kopfhaut und Haarfollikel genauer. Die Untersuchung zeigt sofort, ob die Haare feiner nachwachsen und die Haardichte abnimmt.
Zusätzlich kann eine sogenannte Trichoskopie eingesetzt werden. Diese vergrößerte Untersuchung der Kopfhaut macht typische Veränderungen der Haarfollikel exakt sichtbar (vgl. Rudnicka et al., 2018).
Andere Ursachen ausschließen
Diffuser Haarausfall kann auch durch Nährstoffmangel, Schilddrüsenerkrankungen, Stress oder hormonelle Veränderungen entstehen. In manchen Fällen schließen zusätzliche Blutuntersuchungen andere Ursachen sicher aus.
Eine genaue Diagnose ist wichtig, damit die Behandlung möglichst früh beginnen und gezielt auf die Ursache abgestimmt werden kann.
Was tun bei androgenetischer Alopezie?
Die androgenetische Alopezie ist nicht heilbar. Eine frühzeitige Behandlung verlangsamt jedoch den weiteren Haarverlust. Entscheidend ist, die Therapie möglichst früh zu beginnen, bevor die Haarfollikel dauerhaft geschädigt werden.
Die Kopfhaut gezielt unterstützen
Bei chronischem Haarausfall eignet sich eine gezielte Kopfhautpflege als ergänzende Unterstützung. Das ANAPHASE NEOPTIDE Anti-Haarausfall- und Wachstumsserumwurde speziell für moderaten bis starken chronischen Haarausfall entwickelt. Die Formulierung unterstützt die Verankerung bestehender Haare in der Kopfhaut und begleitet die natürliche Wachstumsphase der Haare. Nach 2 Monaten kann die Verankerung bestehender Haarwurzeln verbessert werden.* Nach 3 Monaten wird das Haarwachstum unterstützt.**
* Interne Anwenderstudie mit 61 Proband:innen mit chronischem Telogen Effluvium, Anwendung 1-mal täglich über 2 Monate.
** Interne Anwenderstudie mit 1.676 Proband:innen, Anwendung allein oder in Kombination mit anderen Behandlungen gegen chronischen Haarausfall, Anwendung 1-mal täglich über 3 Monate.
Die Haarfaser stärken
Bei androgenetischer Alopezie werden die Haare mit der Zeit feiner, dünner und verlieren an Widerstandskraft. Deshalb kann eine ergänzende Pflege helfen, die Haarfaser zu stärken und die Kopfhaut auf weitere Behandlungen vorzubereiten.
Das ANAPHASE Shampoo bei chronischem Haarausfallergänzt die Pflegeroutine bei androgenetischer Alopezie. Die Formulierung stärkt die Haarfaser, unterstützt die Haarverankerung und bereitet die Kopfhaut auf eine begleitende Minoxidil-Therapie vor.
Das Shampoo erhöht die Wirkstoffaufnahme einer Minoxidil-Therapie um das 4,6-fache.*
* Interne ex-vivo-Studie mit 8 Probanden:innen, Minoxidil-Konzentrationsbestimmung nach einer Vorbehandlung mit/ohne ANAPHASE Shampoo bei chronischem Haarausfall.
Haare von innen unterstützen
Auch die Versorgung mit bestimmten Nährstoffen spielt für die Haargesundheit eine wichtige Rolle. Das Nahrungsergänzungsmittel ANACAPS EXPERTversorgt die Haarzellen mit Vitaminen, Mineralstoffen und Pflanzenextrakten. Biotin und Zink tragen zur Erhaltung normaler Haare bei, während Zink zusätzlich dazu beiträgt, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
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Kann man hormonellen Haarausfall stoppen?
Androgenetische Alopezie entwickelt sich meist langsam über viele Jahre und zählt zu den chronischen Formen von Haarausfall. Eine vollständige Heilung ist bisher nicht möglich. Eine frühzeitige, konsequente Behandlung verlangsamt den Verlauf jedoch häufig.
Wichtig ist vor allem Geduld. Da Haare nur langsam wachsen, zeigen sich sichtbare Veränderungen meist erst nach mehreren Monaten konsequenter Pflege und Behandlung. Viele Betroffene benötigen deshalb eine langfristige Routine, um das Haarwachstum dauerhaft zu unterstützen.
Wie gut die Behandlung wirkt, hängt unter anderem davon ab, wie früh der androgenetische Haarausfall erkannt wird und wie aktiv die Haarfollikel noch sind. Wird die Therapie unterbrochen, setzt sich der hormonell bedingte Haarausfall häufig wieder fort (vgl. Varothai & Bergfeld, 2014).
Fazit: Androgenetische Alopezie frühzeitig behandeln
Androgenetische Alopezie ist die häufigste Form von erblich bedingtem Haarausfall und kann Männer und Frauen gleichermaßen betreffen. Typisch sind dünner werdende Haare, Geheimratsecken oder sichtbare Haarlichtungen am Oberkopf.
Auch wenn sich hormonell bedingter Haarausfall nicht vollständig heilen lässt, kann eine frühzeitige Diagnose helfen, den Verlauf gezielt zu begleiten und weiteren Haarverlust häufig zu verlangsamen. Eine dermatologisch abgestimmte Behandlung, unterstützende Kopfhautpflege und eine konsequente Routine spielen dabei eine wichtige Rolle.
Häufig gestellte Fragen
Ja. Androgenetische Alopezie gilt als erblich bedingter Haarausfall. Die genetische Veranlagung beeinflusst, wie empfindlich die Haarwurzeln auf das Hormon DHT reagieren. Häufig tritt die Erkrankung familiär gehäuft auf.
Solange die Haarfollikel noch aktiv sind, kann eine frühzeitige Behandlung das Haarwachstum häufig unterstützen. Sind die Haarwurzeln bereits dauerhaft geschädigt, wachsen ausgefallene Haare meist nicht mehr nach.
DHT, kurz für Dihydrotestosteron, ist ein Abbauprodukt des Hormons Testosteron. Bei androgenetischer Alopezie reagieren die Haarfollikel empfindlicher auf DHT, wodurch sich die Wachstumsphase der Haare verkürzt und die Haare zunehmend feiner nachwachsen.
Wer über mehrere Monate vermehrt Haare verliert oder eine sichtbare Verringerung der Haardichte bemerkt, sollte die Ursache dermatologisch abklären lassen. Je früher androgenetischer Haarausfall erkannt wird, desto besser lässt sich weiterer Haarverlust häufig begleiten.
Nein. Auch Frauen können von androgenetischer Alopezie betroffen sein. Während Männer häufig Geheimratsecken und kahle Stellen entwickeln, zeigt sich der Haarverlust bei Frauen meist durch dünner werdendes Haar entlang des Scheitels.
Quellen
Gupta, A. K., Talukder, M., & Bamimore, M. A. (2025). Menopause and hair loss in women: Exploring the hormonal transition. Maturitas, 194, 108207. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40318238/
Ramos, P. M., Miot, H. A., & Female Pattern Hair Loss Investigators Group. (2018). Female-pattern hair loss: A clinical and pathophysiological review. Anais Brasileiros de Dermatologia, 90(4), 529–543. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26375223/
Rudnicka, L., Olszewska, M., Rakowska, A., Kowalska-Olędzka, E., & Slowińska, M. (2018). Trichoscopy: A new method for diagnosing hair loss. Journal of Drugs in Dermatology, 7(7), 651–654.https://jddonline.com/articles/trichoscopy-a-new-method-for-diagnosing-hair-loss-S1545961608P0651X
Varothai, S., & Bergfeld, W. F. (2014). Androgenetic alopecia: An evidence-based treatment update. American Journal of Clinical Dermatology, 15(3), 217–230. https://doi.org/10.1007/s40257-014-0077-5
Vujovic, A., & Del Marmol, V. (2014). The female pattern hair loss: Review of etiopathogenesis and diagnosis. BioMed Research International, 2014, 767628.https://doi.org/10.1155/2014/767628
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