Haarausfall in den Wechseljahren: Ursachen und Behandlung
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Haarausfall in den Wechseljahren: Ursachen und Behandlung
Aktualisiert am , genehmigt von unsere medizinischen DUCRAY-Experten.
Haarausfall in den Wechseljahren betrifft viele Frauen ab 40, 50 oder 60 Jahren. Häufig werden die Haare dünner, verlieren an Volumen oder wirken insgesamt weniger dicht.
Hormonelle Veränderungen während der Menopause können den Haarzyklus beeinflussen und unterschiedliche Formen von Haarverlust begünstigen. Erfahren Sie in diesem Ratgeber, welche Ursachen dahinterstecken und wie Sie hormonell bedingten Haarausfall stoppen.
Warum kommt es in den Wechseljahren zu Haarausfall?
Haarausfall in den Wechseljahren entsteht vor allem durch hormonelle Veränderungen im Körper. Während der Menopause sinkt die Produktion von Östrogen und Progesteron. Dies verändert den Haarzyklus direkt.
Östrogene unterstützen normalerweise die Wachstumsphase der Haare. Sinkt der Östrogenspiegel, wachsen die Haare langsamer nach und fallen früher aus (vgl. Gupta et al., 2025). Viele Frauen bemerken deshalb dünner werdendes Haar in den Wechseljahren oder eine sichtbar verringerte Haardichte.
Wichtig: Nicht jeder Haarverlust in den Wechseljahren ist ausschließlich hormonell bedingt. Zudem treten oft eine androgenetische Alopezie (erblich bedingter Haarausfall) oder andere Haarausfallformen parallel auf.
Östrogenmangel und Haarausfall
Ein Östrogenmangel kann dazu führen, dass sich die Wachstumsphase der Haare verkürzt. Gleichzeitig reagieren die Haarfollikel empfindlicher auf hormonelle Schwankungen. Dadurch wachsen weniger Haare nach, während mehr Haare ausfallen.
Besonders häufig zeigt sich dieser hormonell bedingte Haarverlust entlang des Scheitels oder am Oberkopf.
Welche Rolle spielt Progesteron?
Auch Progesteron beeinflusst den Haarzyklus. Sinkt der Progesteronspiegel während der Menopause, verändert sich das hormonelle Gleichgewicht zusätzlich. Gleichzeitig wirken männliche Hormone wie Testosteron stärker auf die Haarfollikel.
Bei manchen Frauen verstärkt dieses Ungleichgewicht hormonell bedingten Haarausfall oder begünstigt androgenetische Alopezie (vgl. Vujovic & Del Marmol, 2014).
Weitere Ursachen für Haarverlust in den Wechseljahren
Neben hormonellen Veränderungen verstärken weitere Faktoren den Haarverlust. Dazu gehören:
- genetische Veranlagung
- Stress und Schlafmangel
- Nährstoffmangel
- Medikamente oder Erkrankungen
- starke Belastung der Haare durch Hitze oder Styling
Deshalb lohnt sich eine dermatologische Abklärung besonders dann, wenn der Haarausfall plötzlich stärker wird oder über mehrere Monate anhält.
Wie zeigt sich Haarausfall in den Wechseljahren?
Haarausfall in den Wechseljahren entwickelt sich meist schleichend. Viele Frauen bemerken zunächst weniger Volumen, dünner werdendes Haar oder einen breiteren Scheitel. Häufig zeigt sich der Haarverlust diffus am Oberkopf, ohne dass vollständig kahle Stellen entstehen.
Im Gegensatz zum erblich bedingten Haarausfall bei Männern entstehen bei Frauen in den Wechseljahren meist keine ausgeprägten Geheimratsecken oder eine vollständige Glatzenbildung.
Dünner werdendes Haar und Haarlichtungen
Typisch für hormonell bedingten Haarverlust in der Menopause ist eine sichtbar verringerte Haardichte im Bereich des Scheitels. Das Haar wächst feiner nach und die Kopfhaut schimmert zunehmend durch.
Viele Frauen bemerken den Haarverlust zuerst beim Bürsten, Haarewaschen oder durch vermehrte Haare auf dem Kopfkissen.
Haarausfall bei Frauen über 50 und 60
Mit zunehmendem Alter verändert sich die Haarstruktur zusätzlich. Die Haare werden trockener, empfindlicher und verlieren an Widerstandskraft. Deshalb tritt Haarausfall bei Frauen über 50 oder 60 häufig gemeinsam mit dünner werdendem Haar auf.
Zusätzlich können genetische Veranlagung und androgenetische Alopezie den hormonellen Haarverlust verstärken (vgl. Ramos et al., 2018).
Fliegende Haare in den Wechseljahren
Viele Frauen berichten während der Menopause auch über sogenannte fliegende Haare. Durch hormonelle Veränderungen verlieren die Haare häufig an Feuchtigkeit und Struktur. Dadurch wirken sie trockener, feiner und laden sich schneller statisch auf.
Eine sanfte Haarpflege und ausreichend Feuchtigkeit glätten die Haarstruktur und verleihen neue Geschmeidigkeit.
Was tun bei Haarausfall in den Wechseljahren?
Haarausfall in den Wechseljahren lässt sich nicht immer vollständig verhindern. Eine frühzeitige und konsequente Behandlung kann jedoch helfen, weiteren Haarverlust zu verlangsamen und das Haarwachstum gezielt zu unterstützen.
Wichtig ist vor allem, die Ursache des Haarverlusts abklären zu lassen. Neben hormonellen Veränderungen können auch genetische Veranlagung, Nährstoffmangel oder andere Formen von Haarausfall eine Rolle spielen.
Die Kopfhaut gezielt unterstützen
Bei hormonell bedingtem Haarausfall kann eine gezielte Kopfhautpflege helfen, die Haarwurzel zu unterstützen und die Haarqualität zu verbessern.
Das ANAPHASE NEOPTIDE Anti-Haarausfall- und Wachstumsserum wurde speziell für chronischen Haarausfall entwickelt. Die Formulierung unterstützt die Verankerung bestehender Haare in der Kopfhaut und begleitet die natürliche Wachstumsphase der Haare. Nach 2 Monaten kann die Verankerung bestehender Haarwurzeln um 46 % verbessert werden.* Nach 3 Monaten kann das Haarwachstum um 51 % gesteigert werden.**
* Interne Anwenderstudie mit 61 Proband:innen mit chronischem Telogen Effluvium, Anwendung 1-mal täglich über 2 Monate. ** Interne Anwenderstudie mit 1.676 Proband:innen, Anwendung allein oder in Kombination mit anderen Behandlungen gegen chronischen Haarausfall, Anwendung 1-mal täglich über 3 Monate.
Die Haarfaser stärken
Dünner werdendes Haar in den Wechseljahren verliert häufig an Widerstandskraft und Volumen. Eine ergänzende Pflege kann helfen, die Haarfaser zu kräftigen und die Kopfhaut auf weitere Behandlungen vorzubereiten.
Das ANAPHASE Shampoo bei chronischem Haarausfall stärkt die Haarfaser, unterstützt die Haarverankerung und bereitet die Kopfhaut auf die anschließende Haarausfallbehandlung vor. Die Formulierung revitalisiert Kopfhaut und Haar, stimuliert erschöpfte Haarwurzeln und verleiht dem Haar natürliches Volumen und mehr Griffigkeit.
Haare von innen unterstützen
Auch eine ausgewogene Versorgung mit Nährstoffen spielt für gesundes Haarwachstum eine wichtige Rolle. Das Nahrungsergänzungsmittel ANACAPS EXPERT enthält Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren und Pflanzenstoffe. Biotin und Zink tragen zur Erhaltung normaler Haare bei. Zink trägt zusätzlich zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress bei. Vitamin B6 trägt zu einer normalen Cystein-Synthese bei, einem wichtigen Eiweißbaustein von Haaren und Nägeln.
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Welche Nährstoffe sind für gesundes Haar wichtig?
Da hormonelle Veränderungen das Haar zusätzlich belasten können, spielt auch die Versorgung mit wichtigen Nährstoffen eine Rolle für gesundes Haarwachstum. Damit Haare gesund wachsen können, benötigen die Haarwurzeln ausreichend Vitamine, Mineralstoffe und Proteine. Fehlen wichtige Nährstoffe, können die Haare dünner werden, langsamer nachwachsen oder schneller ausfallen (vgl. Almohanna et al., 2019).
Besonders während der Wechseljahre lohnt sich deshalb eine ausgewogene Ernährung, um die Haarwurzeln ausreichend zu versorgen.
Biotin, Zink und Eisen
Biotin und Zink tragen zur Erhaltung normaler Haare bei. Eisen unterstützt zusätzlich die normale Zellteilung und spielt damit ebenfalls eine wichtige Rolle für das Haarwachstum.
Ein Nährstoffmangel kann Haarausfall in den Wechseljahren verstärken oder die Haarqualität zusätzlich beeinträchtigen.
Eiweiß und Aminosäuren
Haare bestehen größtenteils aus Keratin, einem Protein. Deshalb benötigt der Körper ausreichend Eiweiß und Aminosäuren, um neue Haare bilden zu können.
Eine einseitige Ernährung oder radikale Diäten schädigen das Haarwachstum nachhaltig.
Vitamin D und Wechseljahre
Auch Vitamin D spielt eine Rolle für die Funktion der Haarfollikel. Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel wird häufiger bei Frauen mit diffusem Haarausfall beobachtet (vgl. Almohanna et al., 2019).
Bei anhaltendem Haarverlust kann deshalb eine medizinische Abklärung sinnvoll sein, um mögliche Mängel frühzeitig zu erkennen.
Wann hört Haarausfall in den Wechseljahren wieder auf?
Wie lange Haarausfall in den Wechseljahren anhält, unterscheidet sich von Frau zu Frau. Häufig verlangsamt sich der hormonell bedingte Haarverlust wieder, sobald sich der Hormonhaushalt nach der Menopause stabilisiert hat.
Bei manchen Frauen bleibt das Haar jedoch dauerhaft dünner als zuvor. Besonders bei genetischer Veranlagung kann sich hormonell bedingter Haarausfall mit androgenetischer Alopezie überschneiden und länger bestehen bleiben.
Haarausfall nach der Menopause
Nach der Menopause steigt der Östrogen- und Progesteronspiegel nicht wieder auf das frühere Niveau an. Deshalb kann sich auch die Haarstruktur langfristig verändern. Viele Frauen bemerken trockeneres, feineres oder weniger dichtes Haar.
Trotzdem bedeutet Haarverlust in den Wechseljahren nicht automatisch dauerhaften starken Haarausfall. Mit einer konsequenten Pflege und einer frühzeitigen Behandlung lässt sich das Haarwachstum häufig unterstützen.
Geduld und langfristige Pflege
Haare wachsen nur langsam. Sichtbare Veränderungen zeigen sich deshalb meist erst nach mehreren Monaten konsequenter Pflege und Behandlung.
Wichtig ist vor allem eine langfristige Routine, die die Kopfhaut unterstützt, die Haarfaser stärkt und zusätzlichen Stress für die Haarwurzel reduziert.
Fazit: Haarausfall in den Wechseljahren frühzeitig begleiten
Haarausfall in den Wechseljahren entsteht häufig durch hormonelle Veränderungen, die den Haarzyklus beeinflussen. Typisch sind dünner werdendes Haar, weniger Volumen und sichtbare Haarlichtungen im Bereich des Scheitels.
Auch wenn sich hormonell bedingter Haarverlust nicht immer vollständig verhindern lässt, können eine frühzeitige Diagnose, eine angepasste Haarpflege und eine langfristige Unterstützung der Haarwurzel dabei helfen, weiteren Haarverlust zu begleiten und die Haargesundheit zu stärken.
Häufig gestellte Fragen
Eine frühzeitige Behandlung kann helfen, weiteren Haarverlust zu verlangsamen und das Haarwachstum zu unterstützen. Wichtig sind eine dermatologische Abklärung, eine schonende Haarpflege und eine ausgewogene Versorgung mit wichtigen Nährstoffen.
Nährstoffmängel wie Eisen-, Zink- oder Vitamin-D-Mangel können die Haargesundheit beeinträchtigen und hormonell bedingten Haarverlust zusätzlich verstärken (vgl. Almohanna et al., 2019).
Ja. Hormonelle Veränderungen während der Menopause können nicht nur die Kopfhaare, sondern auch die Augenbrauen beeinflussen. Die Haare wachsen häufig feiner nach und können insgesamt dünner wirken.
Sinkende Östrogen- und Progesteronspiegel beeinflussen den Haarzyklus. Dadurch verkürzt sich die Wachstumsphase der Haare und die Haarfollikel bilden zunehmend feinere Haare aus (vgl. Gupta et al., 2025).
Wenn der Haarverlust über mehrere Monate anhält, plötzlich stärker wird oder kahle Stellen entstehen, sollte die Ursache dermatologisch abgeklärt werden. So lassen sich hormonelle, genetische oder andere Auslöser frühzeitig erkennen.
Quellen
Almohanna, H. M., Ahmed, A. A., Tsatalis, J. P., & Tosti, A. (2019). The role of vitamins and minerals in hair loss: A review. Dermatology and Therapy, 9(1), 51–70. https://doi.org/10.1007/s13555-018-0278-6
Gupta, A. K., Talukder, M., & Bamimore, M. A. (2025). Menopause and hair loss in women: Exploring the hormonal transition. Maturitas, 194, 108207. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40318238/
Ramos, P. M., Miot, H. A., & Female Pattern Hair Loss Investigators Group. (2018). Female-pattern hair loss: A clinical and pathophysiological review. Anais Brasileiros de Dermatologia, 90(4), 529–543. https://doi.org/10.1590/abd1806-4841.20153370
Vujovic, A., & Del Marmol, V. (2014). The female pattern hair loss: Review of etiopathogenesis and diagnosis. BioMed Research International, 2014, 767628. https://doi.org/10.1155/2014/767628
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