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Milchschorf

Manche Eltern sind verunsichert, wenn ihr Baby schuppige Haut an seinem kleinen Köpfchen hat. Informiere Sie sich jetzt zum Thema Milchschorf!

Milchschorf und Kopfgneis: Hautkrankheiten beim Baby

Wenn der kleine Kopf Ihres Babys schuppt, verkrustet ist und juckt, handelt es sich sehr wahrscheinlich um Milchschorf oder Kopfgneis. Wir erklären Ihnen den Unterschied zwischen den beiden Hautkrankheiten, die typisch für Säuglinge sind und geben Ihnen Hinweise zur Behandlung.

Was ist Milchschorf?

Milchschorf ist ein Hautausschlag, der sich zu einem atopischen Ekzem entwickeln und letztlich zur Neurodermitis bei Säuglingen führen kann. Typisch sind Rötungen auf der Kopfhaut, im Gesicht, im Nacken und auf den Ohren sowie eine harte Schuppenbildung mit gelblicher Kruste. Der Ausschlag geht mit quälendem Juckreiz einher, das sich durch eine starke Unruhe des Babys äußert und dann auch für die Eltern erkennbar wird. Milchschorf bildet sich typischerweise in einem Säuglingsalter von 3-6 Monaten aus und heilt erst nach mehreren Monaten bis zu 2 Jahren wieder ab. 

 

Da Milchschorf typischer Vorbote einer Neurodermitis ist, deren Ursache noch nicht gänzlich geklärt ist, lässt sich auch für Milchschorf noch kein konkreter Auslöser bestimmen. Mediziner gehen aber von einer erblich bedingten Überreaktion der Haut gegenüber harmlosen Umwelteinflüssen aus. 

Symptome für Milchschorf

  • Entzündungen auf der Kopfhaut und im Gesicht

  • Nässende und juckende Ekzeme

  • Harte Schuppenbildung

  • Gelbliche Krusten

  • Bläschenbildung

    Das Schlimmste für Baby und Eltern ist der starke Juckreiz. Der Säugling versteht nicht, warum es diese Reizung erlebt und sich nicht intuitiv kratzen darf und die Eltern leiden aufgrund der Unruhe ihres Kindes und einer gewissen Hilflosigkeit mit. Um abzuklären, ob es sich wirklich um Milchschorf handelt, sollten Sie mit Ihrem Baby einen Kinderarzt aufsuchen. 

     

    Tipp: Weitere Details finden Sie in Infoblättern und Broschüren hier als PDF zum Download oder nehmen Sie gerne direkt mit uns Kontakt auf.

     

Wie lässt sich Milchschorf beim Baby behandeln?

Zunächst sollten die jungen Eltern die schuppigen Stellen auf dem Kopf genau beobachten. Beginnen die Ekzeme zu nässen oder fängt das Kind an sich zu kratzen, sollten Sie einen Kinderarzt aufsuchen, der eine entsprechende Creme zur Behandlung von Milchschorf verschreiben kann. 

Wichtig ist, dass Sie die Schuppen niemals selbst mit den Fingernägeln abkratzen, da es sonst zu Verletzungen und Entzündungen auf der empfindlichen Kopfhaut Ihres Kindes kommen kann. Allerdings ist das sanfte Entfernen der Schuppen trotzdem ratsam, damit der quälende Juckreiz aufhört und Sie Infektionen vorbeugen. Sprechen Sie die Behandlung mit dem Arzt ab. 

Zur Entfernung der fettlöslichen Schuppen hat sich ölhaltiges Gel zur Schuppenentfernung, das in der Apotheke erhältlich ist, bewährt. Tragen Sie es mit trockenen Fingern auf die betroffene Kopfhaut auf und lassen Sie es über Nacht einwirken. Am nächsten Morgen kämmen Sie die nun löslichen Schuppen mit einem feinen Kamm aus und spülen die ölhaltige Salbe sorgfältig mit einem milden Babyshampoo ab. Üblicherweise muss die Behandlung wiederholt werden - etwa einmal täglich 7 Tage lang. 


 

3 Tipps gegen Aufkratzen

  1. Halten Sie die Fingernägel Ihres Babys kurz, damit er oder sie sich schwieriger selbst aufkratzen kann.

  2. Kühle und feuchte Umschläge helfen, den quälenden Juckreiz zu unterbinden. 

  3. Ziehen Sie Ihrem Säugling über Nacht dünne Handschuhe über, damit er oder sie sich schwerer kratzen kann - verzichten Sie auf eine Mütze, da Wärme den Juckreiz nur verstärken würde. 

Was ist der Unterschied zwischen Milchschorf und Kopfgneis?

Milchschorf wird oft mit dem sogenannten seborrhoischen Ekzem (Kopfgneis) verwechselt, welches ein ähnliches Erscheinungsbild hat, aber meist schon viel früher in dem jungen Leben Ihres Kindes auftritt. Denn Kopfgneis äußerst sich bereits in den ersten Wochen nach der Geburt. Das Ekzem wird von einer übermäßigen Talgproduktion verursacht und betrifft hauptsächlich die Kopfhaut. Im Unterschied zu Milchschorf jucken die weichen und harmlosen Schuppen des Kopfgneises jedoch nicht und vergehen meist in den ersten 3 Lebensmonaten ohne Behandlung.

Symptome für Kopfgneis

  • Starke Schuppenbildung

  • Weiche und fetthaltige Schuppen

  • Gelbliche bis rötliche Kruste

Milchschorf vs. Kopfgneis im Überblick

 
 
  Milchschorf
Kopfgneis
 
Beginn
 
3-6 Monate
 
kurz nach der Geburt
Dauer
 
mehrere Monate, bis zu 2 Jahre
 
wenige Monate
Verlauf
 
kann sich zu einer Neurodermitis entwickeln
 
heilt von selbst ohne Behandlung ab
 
Symptome
  • harte Schuppenbildung

  • gelbliche Krusten

  • starker Juckreiz

  • entzündete und nässende Ekzeme

  • Bläschenbildung

  • weiche und fetthaltige Schuppen

  • gelblich bis rötliche Kruste

Wie lässt sich Kopfgneis beim Baby behandeln?

Da Kopfgneis weder schädlich für das Baby ist, noch juckt und das Kind somit beeinträchtigt, ist eine Behandlung nicht zwingend notwendig. Das seborrhoischen Ekzem verschwindet außerdem von allein. Empfinden Sie die Schuppen dennoch als störend, können Sie diese wie bei Milchschorf auch, mit milden und ölhaltigen Shampoos sanft entfernen. Das Abkratzen der Schuppen sollte unterbleiben. 

Schuppige Kopfhaut beim Baby

Die ersten Lebensmonate mit einem Neugeborenen sind äußerst aufregend und die jungen Eltern wollen auf keinen Fall einen Fehler machen. Kopfgneis und Milchschorf sind die beiden häufigsten Hautkrankheiten, die am Kopf des Säuglings auftreten. Wenn Sie sich unsicher sind, ob es sich um Milchschorf oder den harmloseren Kopfgneis handelt, suchen Sie auf jeden Fall einen Kinderarzt auf, um die Schuppen am Kopf effektiv zu behandeln. 

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