- INHALT
- Schuppen
Was tun gegen Schuppen?
- Schuppen Behandlung
- Haarmaske gegen Schuppen
- Schuppen Locken
- Schuppen bei Kindern
- Schuppen Ätherische Öle
- Schuppen Grüne Tonerde
- Backpulver gegen Schuppen
- Schuppen im Bart
- Schuppen und Haarausfall
- Was hilft bei juckender Kopfhaut?
- Hausmittel gegen Schuppen
- Nissen oder Schuppen? Unterschiede erkennen und richtig handeln
- Anti-Schuppen-Shampoo
Was tun gegen Schuppen?
So werden Sie Schuppen wirksam los
Aktualisiert am , genehmigt von unsere medizinischen DUCRAY-Experten.
Schuppen gehören zu den häufigsten Kopfhautproblemen und können Menschen jeden Alters betreffen. Häufig gehen sie mit Juckreiz oder einer gereizten Kopfhaut einher und werden von vielen Betroffenen als störend empfunden. Mit der richtigen Behandlung lassen sich Schuppen in vielen Fällen jedoch gut kontrollieren. In diesem Ratgeber erfahren Sie, was wirklich gegen Schuppen hilft, wie Sie die passende Behandlung auswählen und wann eine dermatologische Abklärung sinnvoll ist.
Was hilft gegen Schuppen?
Welche Behandlung gegen Schuppen hilft, hängt vor allem von der Ursache und der Art der Schuppen ab. Während trockene Schuppen häufig mit einer trockenen oder gereizten Kopfhaut zusammenhängen, treten fettige Schuppen oft in Verbindung mit einer erhöhten Talgproduktion und einer verstärkten Vermehrung des Hefepilzes Malassezia auf (vgl. Borda & Wikramanayake, 2015).
Unabhängig von der Schuppenart gilt: Eine gezielte Behandlung sollte regelmäßig und über einen ausreichend langen Zeitraum angewendet werden. Nur so lässt sich die Kopfhaut wieder ins Gleichgewicht bringen und das Risiko eines erneuten Auftretens der Schuppen verringern.
Welche Behandlung hilft bei welcher Art von Schuppen
Nicht alle Schuppen benötigen die gleiche Pflege. Neben der Unterscheidung zwischen trockenen und fettigen Schuppen spielt auch eine Rolle, wie stark die Schuppenbildung ausgeprägt ist und ob beispielsweise eine Kopfhauterkrankung dahintersteht.
Ausprägung | Schuppenart / Ursache | Passende Pflege |
Leicht | Trockene Schuppen | KELUAL SQUANORM Feuchtigkeitsspendendes Anti-Schuppen Shampoo |
Leicht | Fettige Schuppen | KELUAL SQUANORM Talgregulierendes Anti-Schuppen Shampoo |
Stark | Psoriasis / Schuppenflechte | KERTYOL PSO Kur-Shampoo |
Stark | Seborrhoisches Ekzem | KELUAL DS |
Begleitpflege | Zwischen bzw. nach Anti-Schuppen-Therapien | ELUTION Anti-Schuppen Begleitpflege-Shampoo |
Leichte trockene und fettige Schuppen behandeln
Trockene Schuppen sind meist klein, weiss und lösen sich leicht von der Kopfhaut. Bei leichten trockenen Schuppen steht deshalb eine schonende Pflege im Vordergrund, die Schuppen entfernt, ohne die Kopfhaut zusätzlich auszutrocknen. Das KELUAL SQUANORM Feuchtigkeitsspendende Anti-Schuppen Shampooist speziell auf trockene, rieselnde Schuppen und trockene Kopfhaut abgestimmt. Bereits nach zwei Wochen berichteten 83 % der Anwender:innen, dass das Shampoo ihre Schuppen beseitigt.*
Fettige Schuppen sind dagegen meist größer, gelblich und haften stärker an Haaren und Kopfhaut. Häufig stehen sie mit einer erhöhten Talgproduktion und einer Vermehrung des Hefepilzes Malassezia in Zusammenhang (vgl. Borda & Wikramanayake, 2015). Das KELUAL SQUANORM Talgregulierende Anti-Schuppen Shampoo ist auf fettige Schuppen und fettige Kopfhaut abgestimmt. Nach zwei Wochen berichteten 82 % der Anwender:innen, dass das Shampoo ihre Schuppen beseitigt.**
*Interner Anwendertest; Fragebogen zur Zufriedenheit und Textur des Produkts mit 77 Proband:innen; 3 Anwendungen pro Woche über 2 Wochen.
**Interner Anwendertest; Fragebogen zur Zufriedenheit und Textur des Produkts mit 79 Proband:innen; 3 Anwendungen pro Woche für 2 Wochen.
Starke und hartnäckige Schuppen behandeln
Sind Schuppen stärker ausgeprägt und treten zusammen mit Rötungen und Juckreiz auf, kann eine seborrhoische Dermatitis der Kopfhaut dahinterstehen (vgl. MSD Manual, o. D.). In diesem Fall ist eine intensivere, darauf abgestimmte Anti-Schuppen-Pflege sinnvoll.
Das KELUAL DS Intensive Anti-Schuppen Intensivpflege-Shampoo eignet sich bei hartnäckigen fettigen Schuppen und seborrhoischer Dermatitis der Kopfhaut. Bereits nach acht Tagen konnten die Schuppen um 89 % reduziert werden. Gleichzeitig verringerte sich der Juckreiz nach acht Tagen um 73 % und nach 15 Tagen um 80 %.*
*Interne Anwenderstudie zur klinischen Wirksamkeit und Verträglichkeit mit 66 Proband:innen, 3 Anwendungen pro Woche auf der Kopfhaut und auf den Haaren über 2 Wochen (Anfangsphase). Anschließende Aufteilung der Proband:innen in 2 Gruppen und Durchführung einer 8-wöchigen Erhaltungsphase mit 1 Anwendung pro Woche (Anwendung Kelual DS Intensive vs. gewöhnliches Shampoo). Beurteilung nach 1, 8, 15, 43 und 71 Tagen.
Tipp: Sind neben der Kopfhaut auch andere Hautbereiche, beispielsweise am Haaransatz oder hinter den Ohren, betroffen, kann die KELUAL DS Beruhigende Anti-Schuppen Creme die Pflege ergänzen und Hautirritationen bereits nach der ersten Anwendung sichtbar und spürbar lindern.*
*Interne Anwenderstudie mit 57 Proband:innen mit leichter bis mittelschwerer seborrhoischer Dermatitis im Gesicht über 15 Tage. Klinische Bewertung durch den Prüfarzt für Erythem und Schuppung sowie Bewertung des Juckreizes durch die Proband:innen.
Schuppen bei Kopfhautpsoriasis behandeln
Starke, festhaftende Schuppen und Plaques können auch im Zusammenhang mit Psoriasis der Kopfhaut auftreten. Diese Form der Schuppenbildung ist von gewöhnlichen trockenen Schuppen abzugrenzen.
Das KERTYOL PSO Kur-Shampoo eignet sich als Begleitpflege bei trockenen, hartnäckigen Schuppen und teilweise starkem Juckreiz. Bereits nach einem Monat Anwendung konnten Schuppen und Plaques um 78 % reduziert werden. Gleichzeitig verringerte sich der Juckreiz seit den ersten Anwendungen um 77 %.*
*Offene, randomisierte vergleichende Studie mit 54 Probanden mit leichter bis mittelschwerer Kopfhautpsoriasis (10 % < Oberfläche < 50 %). Die Verträglichkeit und Wirksamkeit wurde unter dermatologischer Kontrolle getestet.
Tipp: Zwischen oder nach intensiveren Anti-Schuppen-Behandlungen eignet sich das ELUTION Anti-Schuppen Begleitpflege-Shampoo als regelmäßige Begleitpflege. Es unterstützt das Gleichgewicht der Kopfhaut und kann dazu beitragen, das Wiederauftreten von Schuppen zu begrenzen.
Warum gehen Schuppen trotz Behandlung nicht weg?
Bleiben Schuppen trotz regelmäßiger Anwendung eines Anti-Schuppen-Shampoos bestehen oder kehren sie kurz nach der Behandlung zurück, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass das Produkt nicht wirkt. Häufig liegt die Ursache darin, dass die Behandlung nicht zur Schuppenart passt oder eine andere Erkrankung hinter den Beschwerden steckt.
Mögliche Gründe dafür sind:
- Die Schuppenart wurde falsch eingeschätzt. Trockene und fettige Schuppen benötigen unterschiedliche Pflege und Wirkstoffe.
- Die Behandlung wurde zu früh beendet. Anti-Schuppen-Produkte sollten regelmäßig und entsprechend der Anwendungsempfehlung verwendet werden, damit sich die Kopfhaut wieder stabilisieren kann.
- Die Kopfhaut wird zusätzlich gereizt. Häufiges Kratzen, sehr heißes Föhnen oder aggressive Haarpflegeprodukte können die Regeneration der Kopfhaut erschweren.
- Es liegt eine Hauterkrankung vor. Schuppen können auch im Zusammenhang mit einer seborrhoischen Dermatitis, Psoriasis oder anderen Hauterkrankungen auftreten. In diesen Fällen reicht eine herkömmliche Schuppenbehandlung häufig nicht aus (vgl. Borda & Wikramanayake, 2015).
Verbessern sich die Beschwerden trotz konsequenter Behandlung nicht oder treten starke Rötungen, Entzündungen oder ausgeprägter Juckreiz auf, sollte die Ursache dermatologisch abgeklärt werden.
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Was können Sie selbst gegen Schuppen tun?
Neben einer geeigneten Schuppenbehandlung können auch einige einfache Maßnahmen im Alltag dazu beitragen, die Kopfhaut zu entlasten und Rückfällen vorzubeugen. Dabei geht es weniger um möglichst viele Pflegeprodukte als um eine auf die Bedürfnisse der Kopfhaut abgestimmte Routine.
Folgende Tipps können hilfreich sein:
- Vermeiden Sie unnötige Reizungen der Kopfhaut. Sehr heißes Wasser, häufiges Föhnen auf hoher Temperatur oder aggressive Stylingprodukte können die Kopfhaut zusätzlich belasten (vgl. Mayo Clinic, o. D.).
- Kratzen Sie möglichst nicht an der Kopfhaut. Auch wenn Schuppen häufig mit Juckreiz verbunden sind, kann starkes Kratzen die Haut weiter reizen und Entzündungen begünstigen.
- Verwenden Sie auf Ihren Kopfhauttyp abgestimmte Pflegeprodukte. Trockene und fettige Schuppen erfordern unterschiedliche Pflegekonzepte. Eine ungeeignete Behandlung kann die Beschwerden verlängern oder verstärken.
- Geben Sie der Behandlung Zeit. Die Regeneration der Kopfhaut erfolgt nicht von heute auf morgen. Erste Verbesserungen zeigen sich häufig erst nach mehreren Wochen konsequenter Anwendung.
- Achten Sie auf einen gesunden Lebensstil. Stress, Schlafmangel oder eine unausgewogene Ernährung können die Hautbarriere und das Gleichgewicht der Kopfhaut beeinflussen. Zwar lassen sich Schuppen dadurch nicht allein beseitigen, ein gesunder Lebensstil kann die Kopfhaut jedoch langfristig unterstützen.
- Vermeiden Sie häufige Produktwechsel. Geben Sie einer Behandlung ausreichend Zeit, bevor Sie zu einem anderen Produkt greifen. Ein häufiger Wechsel kann die Kopfhaut zusätzlich reizen und erschwert die Beurteilung, ob eine Behandlung wirkt.
Wann sollten Sie bei Schuppen ärztlichen Rat einholen?
Schuppen lassen sich in vielen Fällen mit einer auf die Kopfhaut abgestimmten Behandlung gut kontrollieren. Halten die Beschwerden jedoch trotz konsequenter Anwendung geeigneter Anti-Schuppen-Produkte an oder verschlimmern sie sich, sollte die Ursache dermatologisch abgeklärt werden.
Eine ärztliche Untersuchung ist insbesondere sinnvoll, wenn:
- die Schuppen trotz regelmäßiger Behandlung über mehrere Wochen anhalten,
- starker oder anhaltender Juckreiz auftritt,
- die Kopfhaut gerötet, entzündet oder schmerzhaft ist,
- sich dicke, fest anhaftende Schuppen oder Krusten bilden,
- sich die Beschwerden ausbreiten oder neben den Schuppen starke Entzündungen oder nässende Hautveränderungen auftreten (vgl. NHS, 2024),
- der Verdacht auf eine Hauterkrankung wie seborrhoische Dermatitis oder Psoriasis besteht(vgl. Borda & Wikramanayake, 2015).
Eine frühzeitige Diagnose hilft dabei, die Ursache der Beschwerden zu erkennen und eine geeignete Behandlung einzuleiten.
„Viele Betroffene konzentrieren sich ausschließlich auf die sichtbaren Schuppen. Entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung ist jedoch, die Ursache der Schuppenbildung zu erkennen. Trockene und fettige Schuppen entstehen unterschiedlich und benötigen deshalb auch unterschiedliche Behandlungsansätze. Erst wenn die Pflege auf die Schuppenart abgestimmt ist, lässt sich die Kopfhaut langfristig wieder ins Gleichgewicht bringen.“
Judith Horzel
Apothekerin und Medical Advisor bei Eau Thermale Avène
Fazit: Schuppen wirksam behandeln und Rückfällen vorbeugen
Schuppen sind zwar weit verbreitet, lassen sich mit der richtigen Behandlung jedoch häufig gut in den Griff bekommen. Entscheidend ist, zunächst zwischen trockenen und fettigen Schuppen zu unterscheiden und die Pflege entsprechend darauf abzustimmen.
Eine konsequente Anwendung geeigneter Anti-Schuppen-Produkte, eine schonende Kopfhautpflege und etwas Geduld tragen dazu bei, die Kopfhaut wieder ins Gleichgewicht zu bringen und Rückfällen vorzubeugen. Bleiben die Beschwerden bestehen oder treten zusätzlich Rötungen, Entzündungen oder starker Juckreiz auf, sollte die Ursache dermatologisch abgeklärt werden.
Häufig gestellte Fragen
Häufiges Haarewaschen verursacht Schuppen nicht direkt. Sehr häufiges Waschen oder ungeeignete Haarpflegeprodukte können die Kopfhaut jedoch reizen oder austrocknen und bestehende Beschwerden verstärken. Entscheidend ist deshalb, eine auf den Kopfhauttyp abgestimmte Pflege zu verwenden.
Wie schnell Schuppen zurückgehen, hängt von ihrer Ursache und der gewählten Behandlung ab. Erste Verbesserungen können bereits nach kurzer Zeit sichtbar sein, bis sich die Kopfhaut vollständig beruhigt hat, vergehen jedoch häufig mehrere Wochen. Entscheidend ist eine regelmäßige Anwendung der Behandlung entsprechend der Produktempfehlung.
Vorübergehende Schuppen können sich in einzelnen Fällen zurückbilden, wenn auslösende Faktoren wie ungeeignete Haarpflege oder vorübergehende Reizungen der Kopfhaut wegfallen. Halten die Beschwerden jedoch an oder kehren sie regelmäßig zurück, empfiehlt sich eine gezielte Behandlung.
Nein. Schuppen sind nicht ansteckend. Auch wenn bei fettigen Schuppen der Hefepilz Malassezia eine Rolle spielen kann, gehört dieser zur natürlichen Hautflora vieler Menschen. Erst sein übermäßiges Wachstum in Kombination mit weiteren Faktoren kann die Schuppenbildung begünstigen.
Ob ein Anti-Schuppen-Shampoo dauerhaft angewendet werden sollte, hängt vom jeweiligen Produkt und der Ursache der Schuppen ab. Viele Anti-Schuppen-Produkte werden zunächst über einen begrenzten Zeitraum angewendet und anschließend bei Bedarf als Erhaltungspflege eingesetzt. Halten die Beschwerden trotz regelmäßiger Anwendung an oder kehren sie immer wieder zurück, sollte die Ursache dermatologisch abgeklärt werden.
Quellen
Borda, L. J., & Wikramanayake, T. C. (2015).Seborrheic Dermatitis and Dandruff: A Comprehensive Review. Journal of Clinical and Investigative Dermatology. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4852869/
Mayo Clinic. Dandruff - Symptoms and causes. 2026 https://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/dandruff/symptoms-causes/syc-20353850
MSD Manual Professional Edition. Seborrheic Dermatitis. 2026 https://www.msdmanuals.com/professional/dermatologic-disorders/dermatitis/seborrheic-dermatitis
NHS.Dandruff. 2026 https://www.nhs.uk/conditions/dandruff/
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