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Neurodermitis am Auge

Neurodermitis am Auge wird auch als Ekzem am Augenlid bezeichnet, da es sehr häufig sowohl das obere als auch das untere Augenlid betrifft. Das Ekzem am Auge breitet sich aber nicht selten auch über die gesamte Augenpartie aus, da die Haut in diesem Bereich des Gesichts besonders dünn und sehr empfindlich gegenüber äußeren Reizen ist. 

URSACHEN VON NEURODERMITIS AM AUGE

Schuppige Augenlider und Juckreiz an der Augenpartie haben mehrere Ursachen. Mediziner sind sich einig, dass eine genetische Veranlagung für den Ausbruch von Neurodermitis vorhanden sein muss. Bildet sich ein Ekzem am Auge, handelt es sich um eine Störung des Immunsystems und eine Überempfindlichkeit gegen äußere Reize liegt vor. Vermeintlich harmlose Umweltreize lösen dann bei Betroffenen einen Neurodermitis Schub aus. 

Kosmetik wie z. B. Wimperntusche, Eyeliner, Lidschatten und Abschminkprodukte sind typische Trigger für das Ekzem am Auge. Dasselbe gilt für Augentropfen und Reinigungsflüssigkeiten von Kontaktlinsen. Besonders Menschen, die eine Sehhilfe benötigen, leiden noch einmal mehr an der Augen-Neurodermitis, weil das Tragen von Brille oder Kontaktlinsen eine zusätzliche Belastung bedeutet.  

 

EKZEM AM AUGENLID: TYPISCHE SYMPTOME

Diese stark lokalisierte Form der Neurodermitis an den Augen tritt in jedem Alter und insbesondere bei älteren Kindern und Erwachsenen auf. Es kann der Ausdruck eines atopischen Ekzems oder die Folge einer Kontaktallergie gegen ein Augenmedikament, ein Make-up-Produkt oder ein anderes Element sein, das über die Hände (z. B. Nagellack, Seife) oder die Luft übertragen wurde (z. B. Parfüm). Ein Augenlid-Ekzem kann mit einer Bindehautentzündung einhergehen.

Die Haut der Augenlider ist dünn und sensibel, daher entzündet sie sich sehr schnell, wird rot und geschwollen. Zudem neigen wir Menschen häufig dazu, uns die Augen zu reiben, um uns Linderung zu verschaffen. Das Unbehagen ist manchmal so stark, dass wir das Auge nicht vollständig öffnen können. Der Schmerz kann sehr intensiv sein. 

Auch die psychische Belastung beim Ekzem am Auge ist ähnlich zur Neurodermitis im Gesicht nicht zu unterschätzen. Die Merkmale sind für jeden sichtbar und Betroffene fühlen sich weniger attraktiv, sie ziehen sich zurück, isolieren sich häufig und selbst Depressionen können die Folge sein. Betroffene mit einem Ekzem am Auge vermeiden es auch, ihren Gesprächspartnern ins Gesicht zu sehen. 

NEURODERMITIS AM AUGE: WAS TUN?

Im Falle eines Augenlid-Ekzems kann es sehr hilfreich sein, einen Allergologen aufzusuchen und sich diversen Allergietests zu unterziehen, die verantwortlichen Erreger zu identifizieren und Abhilfemaßnahmen gegen das Ekzem am Auge einzuleiten.

Parallel dazu basiert die medikamentöse Behandlung auf Dermokortikoiden, also Cremes und Mittel, die Kortison enthalten. Haben Sie keine Angst davor, ein Dermokortikoid auf die Augenlider aufzutragen, auch wenn in der Packungsbeilage fast immer erwähnt wird, dass dieser Bereich vermieden werden sollte, da bei längerem Gebrauch die Gefahr von Glaukomen (grüner Star) und Katarakten (grauer Star) besteht. Gehen Sie den entzündlichen Ekzemen an den Augen in Absprache mit Ihrem Arzt und einer Augenlid-Creme „an den Kragen“!  

Im Allgemeinen reichen bereits wenige Tage der Neurodermitis Behandlung aus. Im Wechsel werden so oft wie nötig feuchtigkeitsspendende und lindernde Produkte aufgetragen, die fürs Auge geeignet sind.

Genauso sollten Sie ein leichtes und hypoallergenes Make-up und sanfte Abschminkprodukte vorziehen.

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